Rezension: Fallen Queen: Ein Apfel, rot wie Blut von Ana Woods

Heute rezensiere ich Fallen Queen: Ein Apfel, rot wie Blut von Ana Woods für euch. Das Buch erscheint am 08.07.2017 beim Drachenmond Verlag.

Klappentext:

Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen.

Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?
Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.

Design:

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Das knallige Rot harmoniert so schön mit dem graublauschwarzen Hintergrund und wird so auf eine angenehme Art und Weise hervorgehoben. Die Farbe des Titels passt dazu. Es ergibt eine harmonische Blickführung, die vom Apfel über den Titel zum Untertitel führt und dann mit den einzelnen Details abrundet. Der Wald wirkt so düster wie der, der im Klappentext erwähnt wird. Das Cover ist absolut passend zu dieser Geschichte, spiegelt sie doch die Stimmung wider.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Königspaars. Nerina wird gekrönt und sieht sich täglich den Herausforderungen einer Herrscherin gegenüber. Nebenbei muss sie für ihre jüngere Schwester Eira da sein. Da diese sich aber immer mehr von ihr distanziert, räumt sie ihr irgendwann das Privileg ein, mit ihrer Zofe einen Tag in der Woche aus dem Schloss raus zu dürfen. Es dauert auch nicht lange, da kommt die jüngere Schwester verliebt nach Hause. Um sie glücklich zu machen, gibt Nerina einen Ball und sucht sich einen Ehemann. Sie findet auch einen Mann, dem sie ihr Herz schenkt. Doch sie ahnt nicht, was diese Entscheidung für fatale Folgen haben wird.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend war es. Erzählt wurde es aus der Sicht von Nerina in der ersten Person. Wir erleben somit alles, was sie erlebt: Wie sie als junge Königin um ein gutes Königreich kämpft, wie sie sich verliebt und letztlich wie sie stürzt und flieht.

Dabei geht Nerina eine Wandlung durch, die sie noch erwachsener als ohnehin schon werden lässt und ihr Charakterzüge gibt, die sie selbst niemals an sich vermutet hätte. Dabei bleibt sie aber immerzu sympathisch. Es fiel mir durch die Ich-Perspektive sehr leicht, mich mit ihr zu identifizieren. Besonders toll fand ich die Liebe, die sie für Eira empfand.

Auch Eira mochte ich anfangs. Allerdings schlug die anfängliche Sympathie schnell in Antipathie um, verändert sich Eira doch im Laufe der Geschichte in das genaue Gegenteil. Ab der Mitte konnte ich schon gar nicht mehr glauben, dass das wirklich das nette, fröhliche Mädchen vom Anfang der Geschichte war. Sie wird zu einem wirklichen Miststück und es bleibt spannend, was sie so alles anstellt, um Nerina das Leben schwer zu machen und sie auch töten zu wollen.

Dabei schickt sie den Jäger Tero nach ihr aus, doch der hat eigene Pläne. Er hilft Nerina und sichert ihr Überleben. Dabei durchqueren sie Dörfer, die die blutige Handschrift ihrer Schwester tragen. Auch Tero ist anfangs ein ziemlicher Kotzbrocken, taut mit der Zeit aber immer mehr auf, sodass man ihn letztendlich ins Herz schließt und sich mehr erhofft. Doch dann passiert etwas unvorhergesehenes.

Bevor es dazu kommt, erleben die beiden aber jede Menge. Einige Nebencharaktere sind ebenfalls äußert liebevoll und schön gestaltet und man schließt sie nacheinander ins Herz. Jeder Charakter hat dabei etwas eigenes, herzliches an sich, das ihm eine gewisse Tiefe verleiht. Generell schafft Ana Woods es, die Charaktere sehr lebendig zu gestalten, wodurch es mir äußerst leicht fiel, mir jeden Einzelnen vorzustellen.

Fazit:

Die Geschichte ist konstant spannend und mit einigen unvorhergesehen Wendungen gespickt, die einem immer wieder in Staunen versetzen. Die düstere Atmosphäre und der malerische Schreibstil bilden einen wunderschönen Rahmen um die lebendigen Charaktere. Mir gefiel die gefühlvolle Erzählweise sehr und ich hab mich absolut in Ana Woods Debütroman verliebt, weshalb ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue. Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 10 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seitenanzahl: ca. 300 Seiten
  • Preis: 12,90 € als Taschenbuch, 3,99 € als E-Book
  • ISBN: 978-3-95991-104-7

Über die Autorin:

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„Ich schreibe schon, seit ich im Stande bin einen Stift in der Hand zu halten. Das geschriebene Wort faszinierte mich schon immer, sodass ich als kleines Kind immer zu meinen Eltern gesagt habe, dass ich unbedingt Autorin werden will, wenn ich groß bin. Meiner älteren Schwester habe ich schon immer Geschichten erzählt und ihr Bücher vorgelesen – obwohl das hätte eher andersherum sein sollen.

Mit meinen Kurzgeschichten und Gedichten habe ich während der Schulzeit schon meine Klassenkameraden und Lehrer beeindruckt, weshalb ich für Schulveranstaltungen meistens die Moderationstexte und die Dialoge für unsere Theaterstücke schreiben durfte. Doch das war mir nicht genug – ich wollte mehr.
Mit 14 Jahren habe ich mir einen Job als freie Onlineredakteurin auf ehrenamtlicher Basis gesucht und schreibe seitdem Rezensionen, Kolumnen, führe Interviews etc. in den Bereichen Film, Fernsehen und Literatur. Anfang 2016 bin ich mit meinem Facebook-Blog „A Whole New World of Books“ durchgestartet. Zur selben Zeit habe ich begonnen meine dreiteilige Märchenadaption „Fallen Queen“ zu schreiben (Mein Dank gilt wohl meinem Dad, der mich als Kind gezwungen hat Märchenbücher zu lesen 😀 ). Die Idee dazu kam mir in einem Traum *welch Klischee* Ich wollte mich an einem etwas anderen Märchen versuchen. Denn wer braucht schon unzählige Geschichten über die Prinzessin als Heldin? So kam mir eines nachts also die Idee, die Rollen zu vertauschen und Schneewittchen als die Böse darzustellen. Auch wenn ich schon zahlreiche längere Geschichten auf Papier gebracht habe, ist dies die erste mit der ich zufrieden genug bin, um sie mit der Welt zu teilen.“

Quelle für Bild und Text: Drachenmond-Autorenseite

Rezension: Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf

Heute rezensiere ich das Buch Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf. Es erschien am 01. März 2016.

Klappentext:

„Papa, ich bin so weit gefahren, bis da kein Land mehr war und es fühlte sich noch immer nicht weit genug an.“

Lenas Welt gerät aus den Fugen, als sie entdeckt, dass Robert sie die ganze Zeit nur belogen hat. Sie flieht vor ihrem alten Leben auf eine kleine ostfriesische Insel und lernt Dierk kennen, ein Mann der irgendwie immer für alles eine Lösung hat, und Lenas Welt droht schon wieder Kopf zu stehen.
Soll sie wirklich alles stehen und liegen lassen und München für immer den Rücken kehren?
Ein Roman über die Wandlungen im Leben und die Veränderungen, die es manchmal braucht, um etwas Neues zu beginnen.

Design:

Das Cover zeigt einen Leuchtturm an einem Strand, im Hintergrund der strahlende Himmel und das glitzernde Meer. Es strahlt Ruhe und Glück aus und ich würde sehr gerne dort entlang spazieren, die Füße im Sand vergraben und dann von den Wellen umspülen lassen. Den Wind in den Haaren und die Freiheit spüren. Das Cover gefällt mir also richtig gut.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt damit, dass Lena am Strand liegt und daran denkt, weshalb sie so übereilt an die Nordsee gefahren. Während sie in einem Stadtcafé saß, hatte sie ihren Freund Robert beim Einkauf mit seiner hochschwangeren Frau beobachtet. Lena wusste nichts von seiner Ehe, hat daraufhin sofort Schluss gemacht und ist überstürzt abgereist. Doch genau das braucht sie – Abstand und Ruhe. Und während sie die Vorzüge der Insel genießt, lernt sie den charmanten Dierk kennen. Sie unternehmen viel und es kommt, wie es kommen muss – sie verlieben sich. Lang vergrabene Träume erwachen und Lena steht vor der Entscheidung, ob sie im schönen Norden bleiben oder zurück in das trostlose Bayern soll.

Anfangs hat mich Lena dabei etwas genervt. Klar, sie hat erst eine Trennung hinter sich. Aber ihre ständigen Selbstzweifel Dierk gegenüber gingen mir leider ein wenig auf die Nerven, da sie vollkommen unbegründet waren. Dierk hatte ihr keinerlei Grund für diese Selbstzweifel gegen, sondern von Anfang an ziemlich deutlich gemacht, dass er sie toll findet. Das war für mich also leider ein kleiner Dämpfer.
Nichts desto trotz hat sie sich bald von diesen Zweifeln verabschiedet und ab da hat mir die Geschichte auch richtig gut gefallen. Das Lesen von Lenas Geschichte in der dritten Person war wie Urlaub. Ich hab mich als Teil von der Geschichte gefühlt und die Reise in den Norden sehr genossen. Auch die Idee, weshalb Lena vor der erwähnten Entscheidung stehen soll, hat mir richtig gut gefallen.

Richtige Wendungen gab es dabei keine, aber das tat der Geschichte auch keinen Abbruch. Die Geschichte ist spannend und erholsam – und kommt so ganz ohne Dramatik aus. Es war erfrischend, so eine undramatische Geschichte zu lesen.

Dabei hat mir Lenas Entwicklung gut gefallen. Von dem zweifelnden Mädchen mit dem gebrochenen Herzen wurde nur kurz darauf eine lebenslustige junge Frau, die ihre Träume von früher wieder ausgräbt und sie endlich lebt. Es macht Mut, einfach mal etwas zu wagen. Lena ist dabei ein großes Vorbild.

Dierk steht ihr dabei die gesamte Zeit an der Seite und mit ihm auch seine ganze Familie. Es herrscht ein schöner Zusammenhalt zwischen den Geschwistern und der Mutter sowie der Tante. Da kann man auch über die hohen Alkoholkonsum hinwegsehen, hihi. Da übertreibe ich aber auch nicht. Zu jeder Gelegenheit wurde der Schnaps oder Sekt herausgeholt, was mir ein Lächeln ins Gesicht gelockt hat. Vor allem die Trinksprüche von Simon haben mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

Dierks Familie ist mir dabei aber auch sehr ans Herz gewachsen. Die Mutter und die Tante waren so warmherzig und die Geschwister so sympathisch, dass ich mir beinahe gewünscht habe, auch dort zu sein und etwas von der Gastfreundschaft, Liebe und Freundlichkeit abzubekommen. Es hinterließ ein warmes Gefühl beim Lesen, ist also super gelungen. Aber auch die Gefühle zwischen Lena und Dierk wurden auf eine sehr lebendige und schöne Art geschildert, sodass sie an Tiefe gewonnen haben.

Fazit:

So wie Lena ihr Glück auf der Insel gefunden hat, habe ich ein Buch entdeckt, das mir beim Lesen immer mehr ans Herz wuchs. Katja Fiona Graf erzählt malerisch und lebendig und schildert die Stimmungen und Gefühle passend. Das Buch hat in mir den tiefen Wunsch geweckt, die Insel ebenfalls mal zu besuchen und mich einfach zu entspannen. Es war fast wie Urlaub beim Lesen, trotz der kurzen, störenden Zweifel von Lena Dierk gegenüber. Somit bekommt das Buch von mir 9 von 10 Punkte.

Ich danke Katja Fiona Graf für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Infos:

Über die Autorin:

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„Mit dem Schreiben habe ich 1999 in England begonnen. Den Anfang machte ich mit einer Autobiografie, wechselte aber sehr schnell zu Romanen und konnte 2015, mit „Wasser, Wind und Weite“, meinen ersten Roman veröffentlichen.
2016 folgte meine erster Krimi „Blättergrab“. In meinem Schreibtisch warten rund 20 weitere Geschichten darauf, zum Buch zu werden. Und ich freu mich schon sehr darauf Sie Ihnen erzählen zu dürfen.“

Zitat- und Bildquelle: Amazon-Autorenseite

 

Rezension: Snow Heart – Das Flüstern der Kälte von Olivia Mikula

Heute kommt endlich die schon lange angekündigte Rezension zu Snow Heart – Das Flüstern der Kälte von Olivia Mikula! Durch Prüfung und Zelda-Release hat sich das leider etwas gezogen, aber nun hatte ich mal eine ruhige Minute, um dem Buch die gewünschte Aufmerksamkeit zu schenken. 🙂

Klappentext:

Zwei wie Schnee und Feuer!
Caspara steht kurz vor ihrem Studienabschluss und bestreitet ihr Leben wie jede andere junge Frau bis auf einen Unterschied: Sie ist die Wiedergeburt einer Schneefrau. Jedoch führen die Eiskräfte auch unweigerlich zu ihrem Tod. Aus diesem Grund setzt sie ihre Fähigkeiten nur selten ein. Das ändert sich, als sie Wyatt kennenlernt. Mit ihm tauchen Wesen auf, die Casparas Macht erlangen wollen. Dringend braucht sie einen Plan, um ihre Feinde zu vernichten, ohne ihr Leben dabei zu verlieren.
Doch lohnt es sich tatsächlich, für Wyatt zu sterben?

Design:

Das Cover… hach, typisch für einen Drachenmond-Titel ist es mal wieder wunderschön. Zu sehen ist ein im Buch erwähntes Herz eines Schneefrau. Was es damit auf sich hat, müsst ihr zwar selbst nachlesen, aber die Stimmung aus dem eisigen Blau und dem goldenen Herzen spiegelt wundervoll die Stimmung des Buches wider. Gestaltet wurde es vom Cover-Gott himself, Alexander Kopainski. Als Mediengestalterin ziehe ich jedes Mal den Hut vor seinen Covern und als Coverlover streichle ich immer liebevoll über den Einband, während ich all die Details in mir aufsauge.
Aber auch im Inneren ist es einfach wunderschön. Jede Seite ist von einer zauberhaften Illustration eingerahmt. Auf der Kopfzeile erkennt man ein vierblättriges Kleeblatt, ebenfalls ein wichtiger Teil der Geschichte. Doch auch diesen Teil solltet ihr besser selbst entdecken. Ich bin auf jeden Fall schon optisch total verliebt gewesen. Es sieht einfach nur toll aus!

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in das Erwachen der Nekromanten. Die Stimmung ist düster und man wird sofort neugierig auf diese bösen Wesen. Ein unbekannter Mann ist ebenfalls dort, den man allerdings schnell wieder vergisst – bis er später ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.
Direkt danach beginnt auch schon die Geschichte der Protagonistin. Sie hat mal wieder einen ihrer regelmäßigen Anfälle, in denen Magie aus ihr heraus bricht und sie ohnmächtig wird. Ihre Großmutter schätzt es nicht, wenn sie diese Anfälle für sich behält, doch Caspara verrät nichts. Als dann auch noch ein rätselhaftes Schneegesicht auftaucht und sie durchgehend warnt, hat sie vollends das Gefühl, durchzudrehen. Das führt so weit, dass sie nicht weiß, wem sie noch vertrauen kann und wem nicht. Immer weiter spitzt sich die Lage zu und immer häufiger muss Caspara sich fragen, ob sie das alles ohne Einsatz ihrer Kräfte schafft.
Die Handlung beginnt harmlos und nimmt nach und nach immer mehr an Fahrt an. Am Ende von Teil 1 des Buches ebbt die Spannung etwas ab, Teil 2 setzt aber direkt wieder daran an und steigert die Spannung dann sogar noch. Das ganze Buch ist in der Ich-Perspektive gehalten, wodurch die Einblicke in Casparas Gefühls- und Gedankenwelt nachvollziehbar sind. Sie wuchs mir persönlich sehr ans Herz, denn der Erzählstil ist einfach locker und das Buch sehr humorvoll. Die einzelnen Passagen, in denen es um die Bösen geht, sind allerdings in der dritten Person verfasst, schüren die Spannung und Neugierde auf die restliche Handlung nur weiter an. Außerdem wird der Leser nicht nur einmal durch diese Häppchen auf die falsche Fährte geführt. Immer wieder fragt man sich, was denn nun wirklich passiert ist und was die Wahrheit ist und nicht nur einmal musste man die Erwartungen zum Ende ändern. Doch dabei passieren so viele lustige, gefühlvolle und spannende Szenen, dass einem das nichts ausmacht.
Nicht nur eine Wendung hat mich sprachlos zurückgelassen. Immer wieder kommen Dinge in diesem Buch ans Licht, die mich immer sprachlos werden ließen. Es ist wirklich ein Erlebnis und gut ausgearbeitet! Allerdings haben mich manche Sprünge von friedlich zu actionreich manchmal etwas überfordert, sodass ich erstmal kurz innehalten musste, um das Gelesene zu verarbeiten und die Information zu verstehen.
Viele Szenen sind auch sehr makaber, aber ich persönlich mag das. Romantik ist in diesem Falle nicht so stark vorhanden. Der Roman hat zwar seine gefühlvollen Seiten, aber es ist kein Romantasy in meinen Augen.

Besonders überrascht war ich dabei von Caspara. Man lernt sie als schlagfertige, knallharte und coole junge Frau kennen, die schon ihr ganzes Leben lang mit der Gewissheit lebt, durch ihre Magie zu sterben. Aufgrund dessen hat sie eine Wand aus Eis um ihr Herz gebaut und sich eine Leck-mich-am-Arsch-Einstellung angeeignet. Sie hat kaum so etwas wie ein Gewissen. Einzig ihre Großmutter bedeutet ihr sehr viel, da diese sie aufgezogen hat. Sie ist ihre beste Freundin und Vertrauensperson. Doch auch Wyatt, der neue Student in ihrem Kurs, schleicht sich langsam in ihr Herz. So vollzieht sie eine subtile, aber dennoch merkliche und tolle Entwicklung.

Auch Wyatt ist ein sehr sympathischer und netter junger Mann. Er ist nicht ganz so skrupellos wie Caspara, wertet das Ganze aber mit witzigen Buch- und Serien-Nerd-Zitaten wieder auf. Schnell wächst er einem ans Herz und die beiden werden ein tolles Team. Gemeinsam bestreiten sie das Abenteuer und erfahren so auch das ein oder andere Geheimnis über Wyatt. Meiner Meinung nach ist er die perfekte Ergänzung zu Caspara.

Über die Nekromanten erfährt man immer wieder etwas. Allerdings erinnerten sie mich anhand der Beschreibung ein wenig an Dementoren aus Harry Potter. Sie sind von Anfang an unsympathisch und durch die Details in der Geschichte ihrer Verbannung hat man die gesamte Zeit einen gewissen Respekt. Ihr Bemühen, an Caspara heranzukommen, ist wirklich einfallsreich.

Viele der Nebenpersonen wecken Sympathien und Antipathien. Da gibt es natürlich Casparas Großmutter oder die komische Naoko. Manche kann man nicht so recht einordnen und man überdenkt das ein oder andere Mal auch seine Meinung über die Personen, aber dennoch sind die Darstellungen dieser Person sehr gut gelungen.

Fazit:

Das Buch hat mich unterhalten, ein bisschen auch getroffen und immer wieder ungläubig staunend zurückgelassen. Die Spannung hat dafür gesorgt, dass ich es kaum weglegen konnte und immer wieder weiter lesen musste. Die Charaktere wuchsen mir ans Herz und das Design hat mich absolut überzeugt. Also alles in allem ein tolles Buch! Ich gebe dem Buch 9,5 von 10 Punkten und ziehe nur für die sprunghaften Übergänge ein bisschen was ab.

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seiten: 288 als Softcover
  • ISBN: 978-3-95991-110-8
  • Preis: 12,90 €

Über den Autor:

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Quelle: Facebook

Olivia Mikula ist das Pseudonym von Andreas Dutter.

BESTER DEUTSCHSPRACHIGER DEBÜTAUTOR 2015

Ich bin 1992 in Österreich geboren und hier habe ich auch meine Leidenschaft entdeckt: Das Schreiben und Lesen von Büchern.

An der Handelsakademie Wiener Neustadt habe ich mein Abitur absolviert und an der Universität Wien Kultur- und Sozialanthropologie studiert.

Nebenbei arbeite ich natürlich an meinen Büchern, versuche euch den Nervenkitzel der Bücher näher zu bringen (als brividolibro) und bin als Online-Promoter tätig.

Als OLIVIA MIKULA veröffentliche ich Liebesromane – New Adult.

Quelle: Homepage

Rezension: Wir fliegen, wenn wir fallen von Ava Reed

Heute rezensiere ich das neue Buch von Ava Reed, Wir fliegen, wenn wir fallen. Es erschien am Freitag (17.02.2017) beim Ueberreuter Verlag.

Klappentext:

Eine Nacht unter den Sternen schlafen.
Einen Spaziergang im Regenwald machen.
Die Nordlichter beobachten.

So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die der alte Phil nach seinem Tod hinterlässt. Yara und Noel ist sie gewidmet, zusammen mit seinem letzten Willen: Gemeinsam sollen sie seine unerfüllten Wünsche wahr werden lassen. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Ihre Reise führt sie nach Irland, nach Nordschweden und bis in den Regenwald. Doch egal wie weit sie sich von ihrem alten Leben entfernen, die Schatten der Vergangenheit weichen ihnen nicht von der Seite …

Design:

Hach, ich bin mal wieder total verliebt in das Cover. Die Farben harmonieren einfach nur wunderschön. Die Pusteblumensamen und Sterne geben dem Ganzen etwas verspieltes. Dazu sind noch ein Mann und eine Frau drauf zu sehen, die sich an den Händen halten. Neben ihnen ein Wolf, ein Herz mit Fallschirm und der Eifelturm. All das sind Elemente, die im Buch vorkommen und die das Cover einfach abrunden. Ich könnte stundenlang über den Schutzumschlag streichen und es bewundern. Mir gefällt das Gesamtbild.
Doch auch unter dem Schutzumschlag ist es einfach nur schön. Der Einband ist weiß. Mit rosa Farbe sind weitere Pusteblumensamen, sowie Titel und auf der Rückseite ein Zitat gedruckt. Es wirkt ebenfalls einfach nur schön.
Die Kapitel sind ebenfalls wieder schön gestaltet. Über jedem Kapitel steht, aus welcher Sicht man die Geschichte auf den folgenden Seiten erlebt und daneben ist ein Pusteblumensamen. Mir hat es optisch einfach nur gefallen.

Meine Meinung:

Doch auch die Geschichte im Inneren hat mich nicht enttäuscht. Sie war zart wie die Pusteblumensamen auf dem Einband, unterhaltsam und an den richtigen Stellen spannend.
Am Anfang lernen wir neben Yara und Noel auch Phil kennen und erfahren, in welcher Beziehung die einzelnen Figuren zueinander stehen. Dabei wechselt sich die Perspektive in jedem Kapitel zwischen Yara und Noel ab. Wir erleben ihre Ausgangssituation und die Rolle von Phil in ihrem Leben. Beide wirken irgendwie verloren und scheinen sehr unter ihrer Vergangenheit zu leiden. Dann stirbt Phil und beide sind untröstlich. Kurze Zeit später erhalten sie jedoch seinen letzten Willen und brechen dann auf. Und damit beginnt eine wirklich abenteuerliche Reise, auf der beide eine große Entwicklung durchmachen.
Mit Yara konnte ich mich dabei besonders gut identifizieren. Ich saß mal in einem ähnlichen Loch wie sie, allerdings aus anderen Gründen. Aber ich hab mich ebenfalls verkrochen. Ich liebe Bücher ebenso sehr wie sie. Und uns begeistern ähnliche Dinge. Sie war mir von Anfang einfach sympathisch und ich hätte sie ganz oft am liebsten in den Arm genommen. Ihre Entwicklung hat mich umso mehr gefreut und ich hab es genossen, sie dabei begleiten zu dürfen.
Noel war mir dafür anfangs eher unsympathisch. Er war dauernd nur schlecht gelaunt und hat das jeden spüren lassen. Doch dadurch, dass ich ebenfalls mal bei McDoof gearbeitet habe, konnte ich zumindest in einigen wenigen Punkten mit ihm mitfühlen. Trotz allem hat er sich dennoch oft wie ein Idiot benommen und ich wollte ihn am liebsten dauernd schütteln oder schlagen, haha. Aber auch er hat eine eindrucksvolle Entwicklung im Laufe des Buches gemacht, die meine Meinung über ihn komplett geändert hat. Am Ende war er mir wirklich sympathisch.
Die Reise der beiden hat mir auch sehr gefallen. All diese Orte wurden sehr lebendig beschrieben und nicht nur einmal wünschte ich mir, mich wirklich dort zu befinden und all das zu erleben. Ava Reeds Schreibstil hat meine Fantasie beflügelt und die Sehnsucht geweckt. Ich beneidete die beiden ein wenig um ihr Abenteuer, war aber gleichzeitig glücklich darüber, sie mit Yara und Noel bestreiten zu dürfen. Und irgendwann werde ich die meisten Orte mit eigenen Augen sehen und dieses Buch erneut aufschlagen, um wieder zu träumen.
Ich habe mir außerdem einige Klebemarker ins Buch geklebt für schöne Zitate oder Stellen. Und ich kann euch sagen, dass es wirklich viele geworden sind. So vieles hat mich berührt oder mir gefallen.

Fazit:

Es ist einfach wunderschön geworden. Ich liebe den Erzählstil, die wechselnden Perspektiven, die Gefühlswelt und Entwicklung der beiden und die Reisen und Wünsche selbst. Das Buch ist einfach nur schön geworden und ich habe das Lesen wirklich sehr genossen. Danke, Ava Reed, du hast meine Erwartungen mal wieder übertroffen!
Ich gebe diesem Buch 10 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: Ueberreuter Verlag
  • Seiten: 304 als Hardcover
  • ISBN: 978-3-7641-7072-1
  • Preis: 16,95 €

Über die Autorin:

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Quelle: Autoren-Facebook-Seite

Nur mal als kleine Anmerkung, weil ich das selbst erst mitbekommen habe: Man spricht ihren Namen Äiwa aus, nicht Awa. Gute Hintergrundinformation! Nun aber zur Schreib-Biographie aus Wir fliegen, wenn wir fallen:

Ava Reed wird schon immer von Büchern begleitet. Das Haus ohne etwas zu lesen verlassen? Unvorstellbar. Schließlich entdeckte sie auch das Schreiben und Bloggen (www.avareed.blogspot.de) für sich und kann sich nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.
Derzeit lebt sie mit ihrem Freund in Frankfurt am Main und absolviert nach ihrem Studium der Geschichte und der Katholischen Theologie das Referendariat für das Lehramt an Haupt- und Realschulen.

Weitere Rezensionen zu Bücher von Ava Reed:

 

Habt ihr das Buch denn ebenfalls schon gelesen oder liegt es auf eurer Wunschliste? Ich kann es nur empfehlen. Es ist ein wunderschönes Werk!

Habt ihr Herzenswünsche? Wenn ja, welche?

Ich wünsche euch noch einen schönen Montagabend und eine schöne Woche!

Rezension: Elfenwächter – Der Weg des Ordens von Carolin Emrich

Heute rezensiere ich Elfenwächter – Der Weg des Ordens von Carolin Emrich. Dieses Buch erschien am 15.01.2017 beim Sternensand Verlag!

Klappentext:

Die siebzehnjährige Tris wächst abgeschottet von der Außenwelt in einem Kloster auf – so wie alle Magier des Königreichs Alvid. Ihr Leben ist eintönig, daher wünscht sich die junge Frau nichts sehnlicher, als dem Wächter-Orden anzugehören, um ihre Gabe zum Schutze der Menschen einzusetzen.
Als ihr Traum plötzlich in Erfüllung geht, erhält sie von den Wächtern die Aufgabe, die Elfen auszukundschaften. Dieses Volk will sich trotz verlorenem Krieg nicht dem König unterwerfen und überfällt immer wieder die Dörfer in der Nähe seiner Landesgrenze.
Selbst überzeugt von den Missetaten dieser Wesen, trifft Tris auf einem Erkundungsritt den Elfen Avathandal, der jedoch gänzlich anders ist, als sie erwartet hat.
Als sie sich schließlich in ihn verliebt, ist sie hin- und hergerissen.
Mit einem Mal hegt die junge Magierin Zweifel an den Motiven der Wächter. Hat sie sich für die falsche Seite entschieden? Oder ist es Avathandal, der sie täuscht?

Design:

Das Cover ist einfach wunderschön und passend. Der Großteil der Geschichte findet in einem Wald statt, wozu die Bäume und der Waldweg auf dem Cover wunderbar harmonisiert. Es wirkt magisch und friedlich. Die Ornamente in den Ecken des Covers lassen es edel erscheinen und die Schrift passt farblich gut rein. Dennoch gibt es durch unterschiedliche Helligkeit Kontraste. Der Titel ist gut lesbar, ebenso der Name der Autorin. Es steckt sehr viel Herzblut in dieser Gestaltung. Auch an den Kapitelanfängen finden sich Verzierungen. Die Seiten dort sind von Blätter umrahmt. Auch die Initialen sind typografisch hervorgehoben, aber dennoch gut lesbar. Ein passendes Gesamtkonzept.

Meine Meinung:

Es geht ziemlich ruhig los in der Geschichte. Wir lernen Tris‘ Alltag im Kloster kennen und kriegen so einen Einblick in das ziemlich öde Klosterleben. So lässt sich gut nachvollziehen, wieso sie eigentlich zu den Wächtern möchte. Nach kurzer Tag ist dann der Tag da, an dem sie beweisen kann, was sie drauf hat: Wächter kommen ins Kloster, um sich zwei Anwärter auszusuchen. Und natürlich ist Tris dabei. So geht die Reise in das Lager los. Auch dort erleben wir den Alltag und lernen nach einem Zwischenfall den Elfen Avathandal kennen. Durch eine Blutschuld begleitet er Tris und ihren Betreuer Troy. Letzterem passt es gar nicht, führen sie doch Krieg mit den Elfen. Tris lernt Avathandal aber kennen und weiß bald nicht mehr, was sie noch glauben soll. Gewissensbisse und Zweifel plagen sie. Und eines kommt zum Anderen.

Im Vordergrund stehen dabei sowohl Tris‘ Entwicklung als auch ihre wachsende Freundschaft zu Avathandal. Es geht noch sehr ruhig zu in diesem Buch, dennoch herrscht Spannung durch die vielen Andeutungen und offenen Fragen. Auch die Beziehung zu Avathandal verzaubert und die vielen Wortgefechte lassen einen Schmunzeln. Tris wirkt durch die Bereitschaft, ihre Meinung zu überdenken, sehr sympathisch. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, weshalb wir nur Tris‘ Gefühle und Gedanken kennen. Viele Dinge, wie Avathandals oder Troys Gründe zu handeln, bleiben so im Dunkeln. Dennoch wuchs mir Tris‘ Art sehr ans Herz, auch wenn ich ihre Eifersucht-Attacken nur bedingt nachvollziehen konnte und sie mich manchmal auch genervt hat. Sie ist trotz allem eine mutige und vertrauensvolle Protagonistin.

Avathandal ist mir von Anfang an sehr ans Herz gewachsen. Er wirkt einfach so süß mit seiner Art, wie er Tris immer wieder zum Lachen bringen will. Ernste Gespräche sind dennoch möglich und er erklärt ihr auch viel. Der gutaussehende Elf neckt sehr gern und hat häufig die Ruhe weg. Auf mich wirkte er sehr vertraut, zeigt er doch Parallelen zu einer gewissen, für mich wichtigen Person… So ist er auch der erste Buch-Charakter, in den ich ein bisschen verschossen war.

Troy war mir anfangs sympathischer, aber diese Meinung hab ich mit Fortschreiten der Geschichte überdacht. Generell wirkten die Wächter nach und nach auf mich eher feindlich und böse. Es ist mir unbegreiflich, wie man dort gerne sein kann. Da sind mir die Elfen im Wald wesentlich lieber.

Das Ende der Geschichte ist sehr offen und hinterlässt den Leser mit ordentlich vielen Fragen und Spannung. Aber der zweite Band ist bereits bei der Überarbeitung und soll dieses Jahr auch schon erscheinen! Da freu ich mich ganz besonders, denn ich habe Avathandal und Tris sehr lieb gewonnen!

Fazit:

Es ist ein schöner Anfang für eine Reihe. Die Welt wird gut erklärt, man lernt alles kennen und weiß, wo es im nächsten Band weitergeht. Einige Fragen wurden beantwortet, andere sind aber noch offen. Es ist ein richtig toller Debütroman, der meiner Meinung nach wirklich eine Empfehlung verdient hat! Unbedingt reinlesen.

Ich gebe dem Buch 9,5 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: Sternensand Verlag
  • Seiten: 308 als Softcover
  • ISBN: 978-3-906829-30-2
  • Preis: 12,95 €

Über die Autorin:

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Quelle: Sternensand Verlag – Autorenseite
Carolin Emrich wurde 1992 in Kassel geboren. Schon als kleines Mädchen bat sie ihre Mutter, ihr nicht nur vorzulesen, sondern ihr auch das Lesen beizubringen. Sobald sie dieses beherrschte, gab es kein Halten mehr. Stapelweise wurden die Bücher verschlungen und bald schon begann sie, eigene kleine Geschichten zu Papier zu bringen. Im Alter von 15 Jahren verschlug es sie auf eine Fanfiction-Plattform, wo sie auch heute noch ihr Unwesen treibt. Im Herbst 2015 reifte dann die Idee heran, ein Buch zu schreiben. Aber vorher stellte sich die Frage: Kann ich das überhaupt? Um dieser auf den Grund zu gehen, begann sie zu plotten, und schrieb daraufhin ihr Fantasy-Debüt »Elfenwächter«.
Weitere Jugendbücher und sogar Erotik-Manuskripte sind derzeit dabei, Gestalt anzunehmen.
Beruflich schloss Carolin Emrich im Juli 2015 ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin erfolgreich ab. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in Hessen.

 

Rezension zu Diamantkrieger-Saga: La Lobas Versprechen (Band 2) von Bettina Belitz

SPOILERWARNUNG! Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension besser noch nicht lesen!

Eines vorweg: Die Rezension zu Band eins kommt noch nachfolgend. Band zwei ist mir allerdings jetzt präsenter im Kopf. Aber fackeln wir nicht lange, hier kommt die Rezension:

Klappentext:

ERWACHE.
ERKENNE DICH.
NUTZE DEINE FÄHIGKEITEN.
VERTRAUE!
Band 2 der großartigen Saga um den ewigen Kampf zwischen Dunkelheit und Licht, Hass und Liebe.

Sara kann ihr Glück kaum fassen, als Damir plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, obwohl er doch eigentlich den Bund des Schwertes mit einer anderen Kriegerin eingegangen ist. Dass ihre Treffen zunächst geheim bleiben müssen, nimmt Sara in Kauf. La Loba, bei der sie sich auf eine Aufnahme in den Geheimbund der Diamantkrieger vorbereitet, erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Sara wird auf eine schwere Probe gestellt: Welche Rolle kann und will Damir in Zukunft in ihrem Leben spielen? Und ist sie in der Lage, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Cover:

Das Cover ist im ähnlichen Stil wie das Cover des ersten Bandes gestaltet. Ganz oben steht der Namen der Autorin, danach folgt der Buchtitel. La Lobas Versprechen steht dabei zwischen den Worten Krieger und Saga. Darunter sind die Silhouetten von einem Mann und einer Frau mit Schwert abgebildet. Die beiden stehen auf einem bergigen Untergrund. Ein rotes Dreieck mit abgebildeten Sternen schließt deren Bereich ein. Zwei weitere spitze Dreiecke sind links und rechts vom großen Dreieck und zeigen einen Ausschnitt eines violetten Sternenhimmels. Dahinter erkennt man in Nebel gehüllte Felsen.

Mir gefällt das Cover wahnsinnig gut. Die Farbgebung ist richtig schön abgestimmt. Es wirkt mysteriös und mythisch. Violett und Rot sind sowieso zwei meiner Lieblingsfarben, was sicherlich mit rein spielt.

Rezension:

Bettina Belitz knüpft direkt an das Ende von Band eins an. Man erlebt Saras Erfahrungen mit dem Ding und wie sie sich dann dazu entschließt, zu La Loba zu gehen. Ihre Gefühlswelt wird durch die Erzählung in der ersten Person nachvollziehbar. Ich persönlich konnte mich so sehr gut mit Sara identifizieren. Das liegt aber auch noch daran, weil es mir ähnlich geht wie ihr. Ich hab zwar nicht dasselbe Schicksal wie Sara erlitten, doch auch ich trage ein wahnsinnig gieriges und hungriges Monstrum in mir. Bettina Belitz schafft es, Sara und ihr Weg menschlich und authentisch zu gestalten und den Leser mitzunehmen.

Auch über das Wiedersehen mit La Loba und Goldwasser habe ich mich sehr gefreut. Bereits im ersten Band habe ich beide ins Herz geschlossen. Man erfährt weitere Aspekte über die Beiden, die meine Sympathie zu den Figuren aber nur weiter bestärkt hat.

Dabei bleiben viele Dinge über die Diamantkrieger zwar weiterhin ungeklärt, aber es gibt auch Fragen aus dem ersten Band, die erklärt werden. Der Wissenstand ist aber auf dem selben Level wie das von Sara. Das wiederum steigert meiner Meinung nach die Identifikation mit Sara ein weiteres Stück. Ich hab an vielen Stellen mitgefiebert, mitgehofft und mit gebangt. Und ich war genauso überrascht wie sie über die Verbindungen der Geschehnisse von Band eins und Band zwei. Es gibt dabei einfach vieles, das man sich so nicht denken konnte. Bettina Belitz hat wunderbare Plot-Twists hinbekommen.

Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende gespannt und ich kann Bettina Belitz da nur danken. Das Buch hat mich an der richtigen Stelle abgeholt und mitgerissen, hat mich zum Weinen gebracht, zum Lachen und zum Nachdenken. Ich hab Saras Erfahrungen und Erlebnisse mit meinen eigenen verglichen, nach Parallelen gesucht und ebenso gelernt, wie Sara es hat. Und auch das Ende ging mir so nahe wie ihr. Ich fürchte aber, ich verstehe es genauso wenig wie sie selbst. Was es bedeutet, erfährt man wohl erst im dritten Band. Da bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt!

Fazit:

Ich habe viel aus dem Buch gelernt, das mir im „Kampf“ gegen mein eigenes Monstrum sicher hilfreich sein kann. Ich kann jedem nur empfehlen, diese Reihe zu lesen, da sie etwas vollkommen Neues ist und gleichzeitig die wunderbaren Lehren der Selbstliebe und der Selbstakzeptanz auf eine erfrischende Art und Weise vermittelt. Bettina Belitz hat durchaus ihre Botschaften in der Reihe: Botschaften über die Liebe zu sich selbst und wie steinig der Weg dorthin ist, aber auch, was einem am Ende dieses Weges erwartet. Dabei bleibt sie so realitätsnah, dass die Grenzen zum Fantastischen verschwimmen und das Buch nur noch leicht wie ein Fantasy-Buch wirkt.

Für mich selbst war diese Reihe mein Jahres-Highlight und ich blicke mit großen Erwartungen und Vorfreude dem dritten Band entgegen. Das Buch bekommt von mir 10 von 10 Punkten!

Über die Autorin:

Bettina Belitz - München Westpark - Mai 2015

Bettina Belitz, an einem sehr sonnigen Spätsommertag 1973 beinahe in einer Heidelberger Bäckerei zur Welt gekommen, wuchs zwischen unzähligen Büchern auf und verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen alleine genügte ihr dabei nicht – nein, es mussten auch eigene Geschichten aufs Papier fließen.

Nach dem Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft arbeitete Bettina Belitz als Redakteurin und Freie Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte.

Heute lebt Bettina Belitz umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern als Freie Autorin in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und tankt auf dem Pferd oder beim Meditieren neue Energien.

Quelle von Bild und Text: http://www.bettinabelitz.de/biografie/

Weitere Infos:

  • Verlag: cbt Kinder- und Jugendbuchverlag
  • Seiten: 459 als Hardcover
  • ISBN-10: 357016425X
    ISBN-13: 978-3570164259
  • Preis: 17,99 € als Hardcover

 

Ich wünsche jedem Leser der Reihe viel Spaß dabei!

 

Rezension zu Mondprinzessin von Ava Reed

Gestern habe ich es nicht mehr geschafft, dafür aber heute. Hier ist meine Rezension zu Ava Reeds Mondprinzessin!

Klappentext:

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

Rezension:

In dieser Geschichte geht es um das vermeintliche Waisenkind Lynn und dem Mondkrieger Juri. Das meiste sieht man aus der Sicht von Lynn, aber manchmal wechselt die Perspektive auch zu Juri oder dem Fein, wobei da bis zum Schluss nicht bekannt ist, wer es eigentlich ist. Und ich muss zugeben, dass Ava Reed da wunderbar Fährten legen kann, die einen in ganz falsche Richtungen führen können. Man bekommt aber die Gefühlswelt von Lynn und Juri direkt mit, denn es ist in der ersten Person geschrieben. Es passt so wunderbar in diese Geschichte, hebt es doch den Konflikt hervor, der im Vordergrund steht: Juri und Lynn lieben sich, aber aufgrund der unterschiedlichen Stände haben sie keine Zukunft. Zumal sie einen Prinzen heiraten muss, was beiden natürlich nicht gefällt, aber unvermeidbar ist.

Am Anfang befindet sich Lynn noch auf der Erde. Man wird in ihr eigentlich trauriges und einsames Leben im Waisenhaus eingeführt. Auch ihren Geburtstag verbringt sie allein und ist dann auch hilflos, als sie anfängt zu leuchten. Die Panik, die sie befällt, ist wunderbar nachvollziehbar. Sie tut sich auch echt schwer, all das, was sie dann erfährt und mitbekommt, zu akzeptieren. So etwas finde ich persönlich auch logischer, als es stillschweigend hinzunehmen und zu Wonder Woman zu mutieren. Nein, Lynn ist nicht perfekt. Sie macht Fehler, sie weint, sie flippt aus und sie hat Angst. Und all das macht sie so wunderbar authentisch und real. Ich konnte mich so gut mit ihr identifizieren.

Auch Juri ist nicht perfekt. Er ist ein Hitzkopf, neckt gerne, treibt andere in den Wahnsinn und lässt sich auch manchmal zu Taten hinreißen, die eigentlich dumm sind. Aber er ist auch fürsorglich und man merkt schnell, wie toll er die Prinzessin findet. Er genießt ihre Nähe, weil sie einfach sie selbst ist. Und er tut einem unendlich leid, weil man richtig merkt, wie er leidet.

Auch andere Personen werden ausführlich beschrieben. So zum Beispiel die Eltern von Lynn. Sie waren mir von Anfang an sympathisch und taten mir ebenfalls unendlich leid. Sie litten 17 Jahre unter dem Verschwinden von Lynn und tun es sich anfangs dann etwas schwer, Lynn vor sich zu haben und nicht ununterbrochen zu betüdeln und bemuttern. Aber sie sind liebevoll und wollen nur das Beste für ihre Tochter.

Und dann ist da noch Tia, der Waschbär. Und was soll ich sagen? Ich liebe sie! Sie ist so süß, frech und fürsorglich. Immer steht sie Lynn zur Seite, gibt ihr moralischen Beistand und beschützt sie auch mal. Aber auch sie ist natürlich nicht perfekt. Trotz allem kann weder Lynn noch sonst irgendwem ihr allzu lange böse sein.

Natürlich gibt es noch mehr Personen und viele sind sympathisch, manche aber auch sehr unsympathisch. Aber das wird sonst zu langatmig. Auch, wenn mich die Figuren einfach nur begeistert, kann ich hier jetzt über jede einzelne Person etwas sagen. Lest es selbst und lasst euch einfach mit reinziehen.

Nach bereits einem Drittel der Geschichte spielt sie auf Menua, dem Schloss bei der Hauptstadt des Mondes. Mir gefällt die detaillierte Beschreibung des Schlosses. Von der Stadt selbst bekommt man nur sehr wenig mit, dafür aber sehr viel vom Schloss. Und ich stelle es mir einfach unbeschreiblich schön vor. Man lernt ein paar Bräuche und Sitten kennen, sowie die Fähigkeiten der Bewohner des Mondes und anderer Planeten. Mir gefiel das sehr, denn es wirkt so wirklich durchdacht und stimmig. Auch, wie es dort Leben geben kann, wird erklärt. Und es erscheint einem einfach nur logisch.

Allerdings gab es auch ein Punkt, die mir nicht sonderlich gefallen haben. Da ist das Ende. Das Buch ist wunderschön, keine Frage. Aber das Ende hat mich wortwörtlich zerstört. Die Tränen sind einfach nur so gerollt und ich hoffe wirklich sehr, dass es einen weiteren Teil geben wird! Bitte, Ava, bitte bitte bitte! Na gut, das war der einzige Punkt zu bemängeln und ich kann ihm auch schon fast wieder verzeihen, weil es echt spannend war. Ich empfehle aber jedem, eine Packung Taschentücher bereitliegen zu haben, wenn es auf das Ende zugeht. Habt aber bitte keine Angst, sondern genießt die Geschichte. Sie geht einfach ins Herz.

Das Cover und die Seitengestaltung sind einfach wieder wunderschön. Vor (fast) jedem Kapitel steht ein Zitat umrahmt von Sternen. Allgemein gefallen mir die wiederkehrenden Sterne sehr. Es wirkt so stimmig und zusammen mit dem wunderschönen Cover macht es einfach einen edlen und geheimnisvollen Eindruck. Und man findet immer wieder hübsche Illustrationen im Buch. Es ist wahrlich ein Augenschmaus und ich hab sicher erstmal 5 Minuten verbracht, um das Cover und die Bilder zu bewundern. Und die Zitate schreib ich mir irgendwann noch raus. Sie sind so toll.

Zum Abschluss noch einen persönlichen Dank an Ava Reed, für die wunderschöne und herzliche Signierung. Da ich das Buch vorbestellt hatte, habe ich eine persönliche Signierung bekommen. Und mir wird jedes Mal ganz warm ums Herz, wenn ich sie lese. Es macht einfach Mut und heitert auf. Danke!

Fazit:

Die Rezension wurde jetzt etwas lang, aber das war es mir wert. Ich liebe das Buch. Ich liebe Lynn, Tia und Juri und habe die ganze Geschichte so sehr ins Herz geschlossen, dass das Ende richtig wehtat. Aber es hat mich verzaubert und ich bin wirklich dankbar, dass ich Lynn auf ihrer Reise begleiten durfte. Vielen Dank, Ava Reed. Vielen vielen lieben Dank! Ich freu mich schon auf weitere Werke von dir!

Das Buch bekommt von mir 9,5 von 10 Punkten. Es ist natürlich dennoch eine absolute Empfehlung. Liest es und lasst euch mitziehen.

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmondverlag
  • Seiten: 251 als Softcover
  • ISBN: 978-3-95991-316-4
  • Preis: 12 € für Softcover-Ausgabe

Viel Spaß beim Lesen und ein wunderschönes Wochenende euch!