Rezension: Fallen Queen: Ein Apfel, rot wie Blut von Ana Woods

Heute rezensiere ich Fallen Queen: Ein Apfel, rot wie Blut von Ana Woods für euch. Das Buch erscheint am 08.07.2017 beim Drachenmond Verlag.

Klappentext:

Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen.

Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?
Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.

Design:

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Das knallige Rot harmoniert so schön mit dem graublauschwarzen Hintergrund und wird so auf eine angenehme Art und Weise hervorgehoben. Die Farbe des Titels passt dazu. Es ergibt eine harmonische Blickführung, die vom Apfel über den Titel zum Untertitel führt und dann mit den einzelnen Details abrundet. Der Wald wirkt so düster wie der, der im Klappentext erwähnt wird. Das Cover ist absolut passend zu dieser Geschichte, spiegelt sie doch die Stimmung wider.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Königspaars. Nerina wird gekrönt und sieht sich täglich den Herausforderungen einer Herrscherin gegenüber. Nebenbei muss sie für ihre jüngere Schwester Eira da sein. Da diese sich aber immer mehr von ihr distanziert, räumt sie ihr irgendwann das Privileg ein, mit ihrer Zofe einen Tag in der Woche aus dem Schloss raus zu dürfen. Es dauert auch nicht lange, da kommt die jüngere Schwester verliebt nach Hause. Um sie glücklich zu machen, gibt Nerina einen Ball und sucht sich einen Ehemann. Sie findet auch einen Mann, dem sie ihr Herz schenkt. Doch sie ahnt nicht, was diese Entscheidung für fatale Folgen haben wird.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend war es. Erzählt wurde es aus der Sicht von Nerina in der ersten Person. Wir erleben somit alles, was sie erlebt: Wie sie als junge Königin um ein gutes Königreich kämpft, wie sie sich verliebt und letztlich wie sie stürzt und flieht.

Dabei geht Nerina eine Wandlung durch, die sie noch erwachsener als ohnehin schon werden lässt und ihr Charakterzüge gibt, die sie selbst niemals an sich vermutet hätte. Dabei bleibt sie aber immerzu sympathisch. Es fiel mir durch die Ich-Perspektive sehr leicht, mich mit ihr zu identifizieren. Besonders toll fand ich die Liebe, die sie für Eira empfand.

Auch Eira mochte ich anfangs. Allerdings schlug die anfängliche Sympathie schnell in Antipathie um, verändert sich Eira doch im Laufe der Geschichte in das genaue Gegenteil. Ab der Mitte konnte ich schon gar nicht mehr glauben, dass das wirklich das nette, fröhliche Mädchen vom Anfang der Geschichte war. Sie wird zu einem wirklichen Miststück und es bleibt spannend, was sie so alles anstellt, um Nerina das Leben schwer zu machen und sie auch töten zu wollen.

Dabei schickt sie den Jäger Tero nach ihr aus, doch der hat eigene Pläne. Er hilft Nerina und sichert ihr Überleben. Dabei durchqueren sie Dörfer, die die blutige Handschrift ihrer Schwester tragen. Auch Tero ist anfangs ein ziemlicher Kotzbrocken, taut mit der Zeit aber immer mehr auf, sodass man ihn letztendlich ins Herz schließt und sich mehr erhofft. Doch dann passiert etwas unvorhergesehenes.

Bevor es dazu kommt, erleben die beiden aber jede Menge. Einige Nebencharaktere sind ebenfalls äußert liebevoll und schön gestaltet und man schließt sie nacheinander ins Herz. Jeder Charakter hat dabei etwas eigenes, herzliches an sich, das ihm eine gewisse Tiefe verleiht. Generell schafft Ana Woods es, die Charaktere sehr lebendig zu gestalten, wodurch es mir äußerst leicht fiel, mir jeden Einzelnen vorzustellen.

Fazit:

Die Geschichte ist konstant spannend und mit einigen unvorhergesehen Wendungen gespickt, die einem immer wieder in Staunen versetzen. Die düstere Atmosphäre und der malerische Schreibstil bilden einen wunderschönen Rahmen um die lebendigen Charaktere. Mir gefiel die gefühlvolle Erzählweise sehr und ich hab mich absolut in Ana Woods Debütroman verliebt, weshalb ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue. Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 10 von 10 Punkten!

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seitenanzahl: ca. 300 Seiten
  • Preis: 12,90 € als Taschenbuch, 3,99 € als E-Book
  • ISBN: 978-3-95991-104-7

Über die Autorin:

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„Ich schreibe schon, seit ich im Stande bin einen Stift in der Hand zu halten. Das geschriebene Wort faszinierte mich schon immer, sodass ich als kleines Kind immer zu meinen Eltern gesagt habe, dass ich unbedingt Autorin werden will, wenn ich groß bin. Meiner älteren Schwester habe ich schon immer Geschichten erzählt und ihr Bücher vorgelesen – obwohl das hätte eher andersherum sein sollen.

Mit meinen Kurzgeschichten und Gedichten habe ich während der Schulzeit schon meine Klassenkameraden und Lehrer beeindruckt, weshalb ich für Schulveranstaltungen meistens die Moderationstexte und die Dialoge für unsere Theaterstücke schreiben durfte. Doch das war mir nicht genug – ich wollte mehr.
Mit 14 Jahren habe ich mir einen Job als freie Onlineredakteurin auf ehrenamtlicher Basis gesucht und schreibe seitdem Rezensionen, Kolumnen, führe Interviews etc. in den Bereichen Film, Fernsehen und Literatur. Anfang 2016 bin ich mit meinem Facebook-Blog „A Whole New World of Books“ durchgestartet. Zur selben Zeit habe ich begonnen meine dreiteilige Märchenadaption „Fallen Queen“ zu schreiben (Mein Dank gilt wohl meinem Dad, der mich als Kind gezwungen hat Märchenbücher zu lesen 😀 ). Die Idee dazu kam mir in einem Traum *welch Klischee* Ich wollte mich an einem etwas anderen Märchen versuchen. Denn wer braucht schon unzählige Geschichten über die Prinzessin als Heldin? So kam mir eines nachts also die Idee, die Rollen zu vertauschen und Schneewittchen als die Böse darzustellen. Auch wenn ich schon zahlreiche längere Geschichten auf Papier gebracht habe, ist dies die erste mit der ich zufrieden genug bin, um sie mit der Welt zu teilen.“

Quelle für Bild und Text: Drachenmond-Autorenseite

Rezension: Im Schatten der Feuerblume von A. Disia

Heute rezensiere ich das Buch Im Schatten der Feuerblume von A. Disia. Die Rezension sollte eigentlich am Samstag erscheinen, aber aufgrund von privaten Dingen habe ich es erst heute geschafft. Das Buch wurde am 29. März 2017 veröffentlicht.

Klappentext:

„Wie kann ich mich vor der Kreatur schützen?“
„Es ist ein Fluch.“
„Wie kann ich mich schützen?“, wiederholte Mikael.
„Nicht der Aderlass, auch nicht Wasser aus der Quelle der Großen Mara Taura vermögen etwas auszurichten. Der Fluch kann nicht gebrochen werden. Wen er trifft, der ist des Todes.“

Der junge Mikael erwartet nicht viel vom Leben. Er erträumt sich eine ruhige Zukunft in dem Grenzdorf Dunkelfurth und irgendwann in der Zukunft will er das Wirtshaus seines Vaters übernehmen.
Seine Träume gehen jäh in Flammen auf, als sein Dorf überrannt und niedergebrannt wird. Nur durch die Hilfe eines Fremden gelingt Mikael die Flucht.
Alles, was er kennt und liebt, ist zerstört. Zu seinem Unglück steht er nun in der Schuld des Fremden und muss sich mit ihm auf die Suche nach einer mysteriösen Kreatur begeben.

Design:

Auf dem Cover ist eine rote Blume erkennbar. Anfangs fragt man sich, was dies mit der Geschichte zu tun hat, aber ich kann euch versprechen, dass dieses Geheimnis im Laufe der Geschichte erklärt wird. Es wirkt somit sehr passend. Mir gefällt es auch auf eine gewisse Art und Weise.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einem normalen Abend in der Kneipe. Mikael hilft seinem Vater, als ein Fremder die Kneipe betritt. Wie es Mikaels Art ist, fragt er den Fremden aus, wo er denn so herkomme und ob er eine Geschichte kenne.Der Fremde verneint, aber er erzählt ihm von den nahenden Reitern, die alle Grenzdörfer niederbrennen. Mikael will das nicht glauben und schweigt deshalb. Als der Fremde geht, läuft er hinaus und bemerkt dann die Reiter, die nun im Dorf angekommen sind. Zu spät, um seine Familie noch zu warnen, haut Mikael ab und erwischt noch den Fremden. Mit ihm macht er sich schwer verletzt auf die Reise. Dabei merkt man immer wieder, wie wenig er den Fremden, der sich als Torge vorstellt, überhaupt leiden kann.

Mikael ist dabei immer sehr argwöhnisch und misstrauisch, wie es in seinem Dorf üblich ist. Dennoch treibt ihn eine starke Neugier oft dazu an, sein Misstrauen fallen zu lassen. Er wirkt allerdings sehr naiv, da er meiner Meinung nach zu beleidigt reagiert, als Torge verschiedene Wirte mit unterschiedlichen Geschichten abspeist, um an Informationen oder einfach nur einem Bett und einer Mahlzeit zu kommen. Immer wieder überlegt er, Torge zu verlassen, setzt es aber nie in die Tat um. Und im Kampf verhält er sich nun mal so unerfahren, wie er auch ist, was sehr authentisch wirkt. Mir war er zwar nicht immer sympathisch, weil ich diese miesepetrige Art und die Schwarzseherei nicht so mochte, aber er wurde dennoch auf eine sehr realistische Art und Weise charakterisiert. Vor allem die Angst vor dem Sterben und seine Wandlung im Laufe der Geschichte haben mich beeindruckt.

Torge hingegen habe ich von Anfang an echt gern gemocht. Allerdings kann er sehr stur sein, was die Sympathie wiederum ein wenig abflachen ließ. Er zeigte gegen Ende aber immer mehr seiner guten Seiten, hat also auch eine interessante Wandlung hinter sich gebracht.

Der Antagonist, den ich an dieser Stelle nicht beim Namen nennen möchte, da dies alles spoilert, war für mich auch sehr sympathisch. Ich wusste manchmal zwar nicht, wo die Probleme mit ihm liegen, aber dennoch wurde der Konflikt mit ihm auf eine lebendige und glaubhafte Art und Weise geschildert.

Die meisten Nebencharaktere wurden nur oberflächlich angeschnitten, was bei der Kürze der Geschichte aber nicht verwundern sollte. Auch wurde mir zu wenig auf den angeschnittenen Konflikt zwischen den Großreichen eingegangen. Da hätte man durchaus mehr herausholen können. Auch den Aufbau und die Kultur der fiktiven Welt hätte ein wenig mehr vertieft werden können, um die Geschichte noch lebendiger wirken zu lassen.

Erzählt wurde die Geschichte in der dritten Person und aus der Sicht von Mikael. So kennt man nur seine Gedanken und Gefühle, die der anderen sind unbekannt.

Das Ende hat mir ganz besonders gefallen. Das lag aber nicht daran, dass die Geschichte dann vorbei war, sondern an der ganz besonderen Moral, die man erst dort versteht. Diese Thematik wird immer wieder angeschnitten, aber sowohl Mikael als auch der Leser verstehen den Sinn hinter der Aussage erst am Ende. Dabei hatte ich Gänsehaut, so besonders und gefühlvoll war dieser Moment. Zwischendurch hat das Buch zwar trotz der Kürze seine Längen und die Spannung könnte an manchen Stellen durchaus zunehmen, aber dennoch ist sie an actionreichen Stellen sehr gut gelungen und auch der Plot Twist ist sehr gut ausgearbeitet und nicht vorhersehbar.

Fazit:

Es ist eine durchaus ausbaufähige Geschichte, die ihre Stärken und Schwächen hat. Die Autorin hat vieles gut hinbekommen, kann aber vor allem bei unaufregenden Stellen noch ein wenig an der Spannung arbeiten. Trotz allem hat mir die Aussage der Geschichte und vor allem Torge und der Antagonist sehr gefallen. Da es sich schnell liest, ist es für zwischendurch auf jeden Fall eine gute Wahl. Das Buch bekommt daher 6,5 von 10 Punkte von mir.

Weitere Infos:

  • Verlag: Selfpublishing
  • Seitenanzahl: 101 Seiten
  • Preis: 2,99 € als Ebook
  • ASIN: B06XY8P7D8

Über die Autorin:

A. Disia wurde Anfang der 90er Jahre im tiefsten Schwarzwald geboren. Würde man sie fragen, wie lange sie schon schreibt, so wäre die Antwort, solange sie denken könne. Oder zumindest, seit sie wisse, was Schreiben ist.
Sie ist ein fröhlicher Schreiberling und eine Teeliebhaberin. Ihre Lieblingsgenres sind Fantasy und Science-Fiction und in ihren eigenen Geschichten schreckt sie nicht davor zurück, auch düstere Themen anzusprechen.

Quelle: Amazon Autorenseite

Rezension: Die Seelenspringerin: Machtspiele von Sandra Florean

Heute rezensiere ich das Buch Die Seelenspringerin: Machtspiele von Sandra Florean. Das Buch erschien am 27. April beim Drachenmond Verlag.

Klappentext:

Alles hat seinen Preis auf dieser Welt.

Gewalt und unsägliche Qualen sind für Tess zum grausigen Alltag geworden. Die junge Frau verfügt über die unkontrollierbare Gabe, in die Seelen übernatürlicher Wesen zu springen, und wird dabei immer wieder Zeugin von Verbrechen. Bei einem ihrer Seelensprünge entdeckt sie zu ihrem Entsetzen ein ihr bekanntes Gesicht. Wergepard Fin befindet sich in den Händen skrupelloser Entführer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn sobald der Vollmond am nächtlichen Himmel steht, kann es für den jungen Mann bereits zu spät sein …

Design:

Ich liebe, liebe, liebe dieses Cover! OMG, es passt so perfekt zu Fin, dass ich es dauernd anstarren musste beim Lesen. Was es mit den schwarzen Flecken auf sich hat, wird während der Geschichte auch erklärt und ansonsten trifft das Cover einfach wunderbar die Stimmung und passt so gut zum Buch. Ein wahres Meisterwerk mal wieder.
Die Symbole im Inneren sind auch wieder schön platziert. Es wirkt nicht aufdringlich, sondern äußerst passend. Octavians Symbol ziert wieder die Kapitelanfänge. Dazwischen sind immer wieder Krallenspuren und Tatzenabdrücke, was super zu den Gestaltwandlern, auf die der Fokus liegt, passt.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Tess‘ Backorgie. Ihre Freunde dürfen die entstandenen Köstlichkeiten natürlich kosten und freuen sich auch darüber. Und dann passiert es: Sie springt mal wieder. Sie findet sich in einem Bären wieder, der einen anderen Gestaltwandler so lange quält, bis dieser sich verwandelt. Schnell findet sie heraus, wer der junge, gequälte Gestaltwandler ist: Fin, der Cousin von ihrer Freundin Gail. Und sie leiten alles in die Wege, um ihn schnellstmöglich zu finden. Doch damit sind Tess und ihre Freunde einer größeren Sache auf der Spur, als sie für möglich gehalten haben…

Wie schon beim ersten Teil schafft es Sandra Florean mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett zu fesseln. Die Geschichte ist düster, sexy, spannend und einfach nur einnehmend. Ich hab Fin total lieb gewonnen und mich über das Wiedersehen mit Ryan, Octavian, Gail und Geoffrey sehr gefreut. Die Charaktere wachsen einem einfach schnell ans Herz.

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, die aber nur die Gedanken, Gefühle und Eindrücke von Tess kennt. Die anderen sind vom Innenleben komplett unbekannt, es sei denn, Tess springt in eine andere Person hinein. Dieser Effekt dabei gefällt mir sehr gut, denn so betont die Autorin das Besondere an Tess, ihre unkontrollierbare Gabe.

Es ist auch spannend zu sehen, wie ihre Gabe sich weiter entwickelt. Inwiefern, das verrate ich an dieser Stelle nicht. Aber es ist faszinierend und es verspricht, in den Folgebänden noch interessanter zu werden. Ich freue mich schon sehr darauf.

Was Sandra Florean auch sehr gut kann: Die „Monster“, wie Tess sie nennt, in die Welt einbinden und ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, in dem jeder Bescheid weiß über Vampire, Gestaltwandler und Dämonen. Es gibt Regeln, Gesetze und Rechte für die Andersartigen und ich bin fasziniert davon, wie gut durchdacht das alles ist. Auch die Reaktionen der Menschen wirken sehr glaubhaft, lehnen die meisten die Monster doch ab.

Mir gefallen dabei besonders die Vampire. Die kamen in diesem Band zwar leider ein wenig zu kurz, aber ich muss sagen, dass jeder männliche Vampire ein wahrer Leckerbissen ist, dem wohl kaum eine Frau widerstehen kann. Und da Tess auch gern Sex mit ihnen hat, kommt man als Leserin vollkommen auf seine Kosten. Es ist damit wirklich gut gelungen.

Aber auch die Gestaltwandler, die nun im zweiten Band näher beleuchtet wurden, faszinieren mich. Dabei ist es nicht nur auf Werwölfe begrenzt, nein, es gibt auch Werlöwen, Wergeparden, Werbären und – was ich besonders gefeiert hab und meine unangefochtener Lieblinge sind – Werhasen.

Von den Dämonen kam bisher am wenigsten, außer, dass sie meist ziemlich üble Gesellen oder äußerst geheimnisvoll sind.

Zu all diesen übernatürlichen Dingen kommen die Kriminalaspekte dazu und ich kann euch sagen, das Ganze ist so spannend aufgebaut, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Mir gefällt, wie Sandra das Gefühl der Hoffnungslosigkeit mit reinbringt, weil der Böse immer einen Schritt voraus ist. Und dann kommt die Wendung und – ich war erschüttert. Und es war gut. Sogar sehr gut.

Fazit:

Der zweite Band ist ebenso gut gelungen wie der erste. Ich liebe diese Reihe und kann den dritten kaum erwarten! Sandra Floreans übernatürliche Welt ist sexy, düster und spannend und bietet auf jeden Fall viel Unterhaltung. Eine klare Empfehlung!
Das Buch bekommt 10 von 10 Punkte von mir.

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seitenzahl: 284 Seiten
  • Preis: 12,90 €
  • IBAN: 978-3-95991-124-5

Über die Autorin:

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Sandra Florean wurde 1974 in Kiel geboren, wo sie auch aufwuchs. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der kleinen Stadt Schwentinental vor den Toren der Landeshauptstadt. Nach ihrer Fachhochschulreife absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau und arbeitet seitdem als Sekretärin.

2005 machte sie sich als Schneiderin für historische und fantastische Gewandungen selbstständig. Ein Hobby, das sie gern mit ihrer historischen Gruppe auslebt und mit dem Präsentieren ihrer Bücher verbindet.

Zum Schreiben kam sie bereits als Jugendliche, wobei Fantasy und Vampire schon immer ihre Leidenschaft waren. Damals schrieb sie Kurzgeschichten und Gedichte – nichts davon allerdings für die Öffentlichkeit gedacht. Seit Ende 2010 widmet sie sich dieser Leidenschaft wieder regelmäßig. „Mächtiges Blut – Nachtahn 1“ wurde auf dem Literaturportal „lovelybooks“ zum besten deutschsprachigen Debüt 2014 gewählt.

Quelle für Bild und Text: Drachenmond Verlag Autorenseite

Rezension: Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf

Heute rezensiere ich das Buch Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf. Es erschien am 01. März 2016.

Klappentext:

„Papa, ich bin so weit gefahren, bis da kein Land mehr war und es fühlte sich noch immer nicht weit genug an.“

Lenas Welt gerät aus den Fugen, als sie entdeckt, dass Robert sie die ganze Zeit nur belogen hat. Sie flieht vor ihrem alten Leben auf eine kleine ostfriesische Insel und lernt Dierk kennen, ein Mann der irgendwie immer für alles eine Lösung hat, und Lenas Welt droht schon wieder Kopf zu stehen.
Soll sie wirklich alles stehen und liegen lassen und München für immer den Rücken kehren?
Ein Roman über die Wandlungen im Leben und die Veränderungen, die es manchmal braucht, um etwas Neues zu beginnen.

Design:

Das Cover zeigt einen Leuchtturm an einem Strand, im Hintergrund der strahlende Himmel und das glitzernde Meer. Es strahlt Ruhe und Glück aus und ich würde sehr gerne dort entlang spazieren, die Füße im Sand vergraben und dann von den Wellen umspülen lassen. Den Wind in den Haaren und die Freiheit spüren. Das Cover gefällt mir also richtig gut.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt damit, dass Lena am Strand liegt und daran denkt, weshalb sie so übereilt an die Nordsee gefahren. Während sie in einem Stadtcafé saß, hatte sie ihren Freund Robert beim Einkauf mit seiner hochschwangeren Frau beobachtet. Lena wusste nichts von seiner Ehe, hat daraufhin sofort Schluss gemacht und ist überstürzt abgereist. Doch genau das braucht sie – Abstand und Ruhe. Und während sie die Vorzüge der Insel genießt, lernt sie den charmanten Dierk kennen. Sie unternehmen viel und es kommt, wie es kommen muss – sie verlieben sich. Lang vergrabene Träume erwachen und Lena steht vor der Entscheidung, ob sie im schönen Norden bleiben oder zurück in das trostlose Bayern soll.

Anfangs hat mich Lena dabei etwas genervt. Klar, sie hat erst eine Trennung hinter sich. Aber ihre ständigen Selbstzweifel Dierk gegenüber gingen mir leider ein wenig auf die Nerven, da sie vollkommen unbegründet waren. Dierk hatte ihr keinerlei Grund für diese Selbstzweifel gegen, sondern von Anfang an ziemlich deutlich gemacht, dass er sie toll findet. Das war für mich also leider ein kleiner Dämpfer.
Nichts desto trotz hat sie sich bald von diesen Zweifeln verabschiedet und ab da hat mir die Geschichte auch richtig gut gefallen. Das Lesen von Lenas Geschichte in der dritten Person war wie Urlaub. Ich hab mich als Teil von der Geschichte gefühlt und die Reise in den Norden sehr genossen. Auch die Idee, weshalb Lena vor der erwähnten Entscheidung stehen soll, hat mir richtig gut gefallen.

Richtige Wendungen gab es dabei keine, aber das tat der Geschichte auch keinen Abbruch. Die Geschichte ist spannend und erholsam – und kommt so ganz ohne Dramatik aus. Es war erfrischend, so eine undramatische Geschichte zu lesen.

Dabei hat mir Lenas Entwicklung gut gefallen. Von dem zweifelnden Mädchen mit dem gebrochenen Herzen wurde nur kurz darauf eine lebenslustige junge Frau, die ihre Träume von früher wieder ausgräbt und sie endlich lebt. Es macht Mut, einfach mal etwas zu wagen. Lena ist dabei ein großes Vorbild.

Dierk steht ihr dabei die gesamte Zeit an der Seite und mit ihm auch seine ganze Familie. Es herrscht ein schöner Zusammenhalt zwischen den Geschwistern und der Mutter sowie der Tante. Da kann man auch über die hohen Alkoholkonsum hinwegsehen, hihi. Da übertreibe ich aber auch nicht. Zu jeder Gelegenheit wurde der Schnaps oder Sekt herausgeholt, was mir ein Lächeln ins Gesicht gelockt hat. Vor allem die Trinksprüche von Simon haben mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

Dierks Familie ist mir dabei aber auch sehr ans Herz gewachsen. Die Mutter und die Tante waren so warmherzig und die Geschwister so sympathisch, dass ich mir beinahe gewünscht habe, auch dort zu sein und etwas von der Gastfreundschaft, Liebe und Freundlichkeit abzubekommen. Es hinterließ ein warmes Gefühl beim Lesen, ist also super gelungen. Aber auch die Gefühle zwischen Lena und Dierk wurden auf eine sehr lebendige und schöne Art geschildert, sodass sie an Tiefe gewonnen haben.

Fazit:

So wie Lena ihr Glück auf der Insel gefunden hat, habe ich ein Buch entdeckt, das mir beim Lesen immer mehr ans Herz wuchs. Katja Fiona Graf erzählt malerisch und lebendig und schildert die Stimmungen und Gefühle passend. Das Buch hat in mir den tiefen Wunsch geweckt, die Insel ebenfalls mal zu besuchen und mich einfach zu entspannen. Es war fast wie Urlaub beim Lesen, trotz der kurzen, störenden Zweifel von Lena Dierk gegenüber. Somit bekommt das Buch von mir 9 von 10 Punkte.

Ich danke Katja Fiona Graf für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Infos:

Über die Autorin:

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„Mit dem Schreiben habe ich 1999 in England begonnen. Den Anfang machte ich mit einer Autobiografie, wechselte aber sehr schnell zu Romanen und konnte 2015, mit „Wasser, Wind und Weite“, meinen ersten Roman veröffentlichen.
2016 folgte meine erster Krimi „Blättergrab“. In meinem Schreibtisch warten rund 20 weitere Geschichten darauf, zum Buch zu werden. Und ich freu mich schon sehr darauf Sie Ihnen erzählen zu dürfen.“

Zitat- und Bildquelle: Amazon-Autorenseite

 

Rezension: Shadowcross Episode 1: Das Vermächtnis von Lillith Korn

Hallo ihr Lieben!

Heute rezensiere ich Episode 1 „Das Vermächtnis“ der ersten Staffel von Shadowcross, der neuen Dark-Fantasy-Serie von Lillith Korn. Die erste Episode erscheint am 05. Juni 2017. Die folgenden Episoden erscheinen immer am 05. des Monats.

Klappentext:

Die Tür fiel ins Schloss und Riley lauschte dem Ticken der Uhr, das Abby nie mehr hören würde.

Alles ist gut. Bis Riley eines Tages die Haushälterin tot in der Badewanne vorfindet.
Er ahnt noch nicht, dass er in diesem Moment das Erbe der Hunters antritt. Kurz darauf findet er sich in Shadowcross wieder. Einer Stadt, in der er lernen muss, dass es schlimmere Monster gibt als die in Horrorfilmen …

Cover:

Der junge Kerl auf dem Cover passt perfekt zu meiner Vorstellung von Riley, dem Protagonisten von Shadowcross. Der rote Hintergrund, die Totenköpfe an der Schrift und die spitze Font an sich unterstreichen den Gruselfaktor der Geschichte. Mir spricht es also trotz Gesicht sehr zu, denn es schränkt meine Fantasie nicht ein, sondern spornt sie sogar an.
Auch das Innere ist sehr schön gestaltet. Überall sind Risse wie bei gesprungenem Glas eingezeichnet, die die heruntergekommene Atmosphäre von der Stadt noch verstärken.

Meine Meinung:

Es beginnt bereits sehr spannend. Riley hat beim Heimkommen die Haushälterin tot in der Badewanne gefunden. Die Polizei tippt auf Selbstmord. Aber stimmt das? Riley hält es daheim nicht aus und geht zum Bahnhof, um zu seinen Eltern ins Krankenhaus zu fahren. Doch dort kommt er nie an. Dafür landet er in Shadowcross und muss erkennen, welch grausame Wahrheit hinter seinem Erbe und dem Tod von Abby wirklich steckt.

Die ganzen 60 Seiten sind dabei komplett spannungsgeladen. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen und hab jedes Mal geflucht, wenn ich es kurz aus der Hand legen musste. Es ist düster, spannend, gruselig, aber auch wirklich aufregend. Ich wurde richtig süchtig danach.

Riley wird trotz den wenigen Informationen, die man über ihn hat, schnell sympathisch. Er ist genauso verwirrt wie der Leser über die Entwicklung der Ereignisse und man kann richtig mit ihm mitfiebern. Ich kann jede seiner Entscheidungen nachvollziehen. Und immer ist der Gedanke dabei: Oh Gott, hoffentlich überlebt er!

Erzählt wird die Geschichte aus seiner Sicht, jedoch in der dritten Person. So kriegen wir zwar Rileys Gefühle hautnah mit, aber unsere Sicht beschränkt sich auf sein Innenleben. Das der anderen Personen bleibt uns erst einmal verborgen. Dennoch kann man sich gut mit Riley identifizieren. Man möchte wie er einfach hoffen, dass man nur träumt und bald aufwacht.

Fazit:

Eine knackig-kurze Episode, die einen wirklich aus den Socken haut beim Lesen. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Episoden! Die erste Episode bekommt von mir 10 von 10 Punkte!

Vielen Dank an Lillith für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Infos:

Über die Autorin:

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Lillith Korn wurde 1983 im schönen Sardinien geboren und lebt seit 1997 in Berlin. Aber das nicht allein, bei ihr leben zwei Hunde, die sie täglich in den absoluten Wahnsinn treiben und sie zwingen, zwischenzeitlich auch mal den Laptop zu verlassen. Außerdem wohnt sie in einer WG mit einer weiteren Autorin, die auch als ihre persönliche Muse fungiert.
Neben dem Schreiben liebt sie das Musizieren (Gesang, Gitarre, Klavier). Ansonsten ist ihr Hobby „Kühlschrank-auflassen-und-Mitbewohnerin-damit-nerven“ – zur Entschädigung ist sie hauseigene WG-Köchin. Sie tritt zur Belustigung anderer auch gern in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen. Sie bringt ihre eine Hündin zum Singen und die andere zum Jammern, weil sie zugedeckt werden möchte. Verständlich für Lillith – denn sie kann selbst bei 30 Grad nicht ohne Decke schlafen.

Quelle für Bild und Text: Amazon-Autorenseite

Rezension: Das Licht deiner Ewigkeit von Nicole Fibel

Heute rezensiere ich das Buch Das Licht deiner Ewigkeit von Nicole Fibel. Es erschien am 15. November 2015 beim Masou-Verlag.

Klappentext:

Ausgerechnet an ihrem zehnjährigen Beziehungsjubiläum, an dem Julie Sander auf einen Heiratsantrag hofft, trennt sich ihr langjähriger Freund Rolf von ihr. Die sonst so starke Julie erleidet einen Zusammenbruch und beschließt in Folge der Ereignisse, ein völlig neues Leben zu beginnen. Sie zieht von der lärmenden, mit Stress behafteten Großstadt Hallerfurt in die Stille eines abgeschiedenen Häuschens am Waldrand im idyllischen Gebirgsdorf Freudthal.Auf dem Speicher findet Julie Schriften, die aus der Feder der alten Frau Amelie Wagner stammen, die vor Julie ihr Leben hier verbracht hat. Die Briefe sind voll überwallender Mutterliebe an Amelies Sohn Emil gerichtet, von dessen Existenz im Dörfchen Freudthal, wo jeder jeden kennt, allerdings niemand etwas zu wissen scheint. Amelies Weisheiten ziehen Julie völlig in ihren Bann und verändern ihr Leben auf magische Weise. Es verschmilzt mit dem von Amelie Wagner und Julie beginnt den wahren Ursprung eines glücklichen Daseins zu begreifen. Sie  entdeckt  längst begrabene Träume wieder und verschenkt abermals ihr Herz. Doch ihre frisch aufkeimende Liebe nimmt eine dramatische Wendung, denn ihr Traummann trägt verborgene Geheimnisse mit sich.Außerdem begibt sich Julie auf die Suche nach Emil, um herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Dieser verschlungene Pfad verbirgt dunkle wie auch wundersame Überraschungen, die Julie ans Tageslicht bringt.

Design:

Das Cover wirkt zwar nicht so künstlerisch wie die Cover meiner anderen Bücher, aber es gefällt mir dennoch recht gut. Durch die Natur wirkt es sehr friedlich und der Stuhl strahlt eine einladende Gemütlichkeit aus. Was das auf dem Stuhl sein soll, kann ich leider nicht erkennen. Und mir fehlt da leider ein wenig der Bezug des Motivs zur Geschichte. Dennoch wirkt es entspannend und ruhig.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Julies Vorbereitungen für das zehnjährige Jubiläum mit ihrem Freund Rolf. Ein ungutes Gefühl begleitet sie den gesamten Tag, während sie Essen kocht und sich schick anzieht. Als dann ihr Freund nervös heimkommt, kommt es zu einer unvorhergesehenen Trennung statt dem erhofften Heiratsantrag. Rolf hat sie seit Wochen betrogen mit einer seiner Tanzschülerinnen. Julie bricht zusammen und zieht danach in das Wochenendhäuschen, das ihr Rolf als Rückzugsort vor einigen Monaten geschenkt hat.
Dort findet sie die Briefe von Amelie und baut sich ein komplett neues Leben auf. Das Dorfleben und die Briefe helfen ihr, ihr Leben vollkommen neu auszurichten, verloren gegangene Träume wieder zu entdecken und zu leben und das Glück in ihr selbst zu finden. Auch findet sie neue Freunde, eine neue Liebe und muss ein paar Schicksalschläge einstecken. Dabei begleitet sie aber immer eine Frage: Warum weiß niemand von Emil? Was ist mit ihm passiert?

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, aber dennoch aus Julies Sicht. Man weiß also immer, was sie denkt und fühlt. Die Identifizierung mit der Protagonistin erfolgt so nicht komplett. Es bleibt immer eine gewisse Distanz bestehen, die aber meiner Meinung nach nicht stört. Man sieht die Dinge zwar nicht aus Julies Augen, schaut ihr aber durchgehend über die Schulter.

Die Schicksalsschläge, die Julie während der Geschichte erleben muss, nehmen einen trotzdem mit. Man möchte sie jedes Mal in den Arm nehmen, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht und kann Julie dann aber nur bewundern, mit welcher Stärke und Gelassenheit sie alles durchsteht. Und Wendungen gibt es nicht gerade wenig. Vieles trifft einen völlig unvorbereitet – wie im wahren Leben eben. Julie aber zeigt, wie man aus allem das Beste macht und seine Kraft und Energie gut investiert.

Dabei zeigt sie auch eine wirklich wundervolle Entwicklung. Anfangs ist sie dauernd gestresst und hat nie Zeit für irgendwas. Dann setzt ihr die Trennung zu. Doch diese Phase dauert nicht lange. Die Einsamkeit in ihrer Hütte und das entspannte Dorfleben, sowie ihr neues Job lassen Julie richtig aufblühen. Die Briefe geben ihr den nötigen Schubser, um in die richtige Richtung zu gehen und so macht sie eine wirklich tolle und schöne Entwicklung durch, die auch mich berührt und mitgerissen hat. Fast wünschte ich mir, ebenfalls dort zu wohnen und ihr Leben zu leben. Julie hat gelernt, was es heißt, sich selbst zu lieben und jeden Augenblick in vollen Zügen zu genießen.

Die Entwicklungen von Nebenpersonen sind dabei nicht wichtig. Sie bleiben eher im Hintergrund, da Julies Entwicklung genug Platz einnimmt. Dennoch bleiben sie nicht oberflächlich, sondern kriegen durch Infos über ihre Vergangenheit und Gefühlswelt eine schöne Tiefe. Jeder ist dabei auf seine eigene Art und Weise sympathisch. Manche Personen erregen auch mein Mitgefühl, wie zum Beispiel Reiter Toni. Und manche Geschichten hinter den Fassaden berühren einen ebenso wie Julies Geschichte.

Fazit:

Das Buch hat mich tief berührt und mir gezeigt, wie schön das Leben trotz der vielen Steine und Hindernisse sein kann und dass ein Abschied manchmal auch ein besserer Neustart sein kann. Das Buch gibt Hoffnung und nimmt die Angst vor der Zukunft. Es zeigt mir, dass man vieles mit Geduld und Liebe erreichen kann und sich von anderen nichts verderben lassen muss. Es hat sich toll angefühlt, es zu lesen und ich freue mich riesig, dass ich es lesen durfte. Dafür gibt es von mir 9 von 10 Punkte.

Weitere Infos:

  • Verlag:  Masou-Verlag
  • Seiten: 490 Seiten
  • ISBN: 978-3-944648-41-5
  • Preis: 2,99€ als E-Book

Über die Autorin:

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Nicole Fibel

Nicole Fibel wurde 1978 als erstes von drei Kindern im schönen Hausruckviertel (Oberösterreich) geboren. Sie wuchs in der Nähe von Grieskirchen auf, wo sie auch heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt.
Schon als Kind zog sie die zauberhafte Welt des Lesens und Schreibens in ihren Bann. Ihrer ungebändigten Fantasie entsprangen zahlreiche Märchen, die sie mit Tinte auf Papier verewigte.
Der Sommer 2007 inspirierte die gelernte Bürokauffrau und Dipl. Energetikerin erneut, durch das magische Tor der selbst verfassten Geschichten zu schreiten. Ihre daraus entstandenen Werke aus Kurzgeschichten und Gedichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht.
„Das Licht Deiner Ewigkeit“ ist Fibels erster Roman. Ihre größte Motivation als Schriftstellerin liegt darin, die Herzen der Menschen für die vielen großen und kleinen Wunder zu öffnen.

Quelle für Bild und Text: Masou-Verlag

Rezension: Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman von Caroline Brinkmann

Hallo ihr Lieben,

heute rezensiere ich den Roman Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman von Caroline Brinkmann. Es erschien am 06. März 2017 bei Forever by Ullstein.

Klappentext:

Es ist aus. Aus und vorbei. Das teilt Freund Paul, jetzt Ex-Freund, Studentin Rabbit nach zwei Jahren Beziehung über Facebook mit. 48 Freunden gefällt das. Um diesen Schock zu verkraften und Paul eifersüchtig zu machen, zieht Rabbit in eine WG mit dem Computerexperten Dirk. Der neue Mitbewohner entpuppt sich jedoch als übergewichtiger Nerd, der echte Menschen ebenso sehr fürchtet wie Keime. Kurz gesagt, kein Mann, der Selfie-tauglich ist. Andere Pläne müssen her. Wozu gibt es Facebook, Twitter und YouTube? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, den Exfreund auf sich aufmerksam zu machen, oder? Zur Not kann man immer noch Katzenbilder posten. Die liebt nun wirklich jeder!

Design:

Das Cover ist durchaus passend. Es wirkt verspielt, nicht besonders ernst, wie die Geschichte, und zeigt viele wichtige Dinge aus dem Buch. So spielen Kaffee, Einhorn und natürlich das Handy wichtige Rollen, ebenso wie das Tagebuch. Mir gefällt es.

Meine Meinung:

Wir werden sofort mit der tollen Situation begrüßt, in der Paul mit Rabbit Schluss macht. Natürlich nicht persönlich, sondern über Facebook. Während sie neben ihm sitzt. Eine tränenreiche Szene folgt und Rabbit zieht zu ihren Eltern, die sie aber eigentlich auch nicht lange da haben wollen. So sucht sie sich WGs und trifft dabei auf allerlei merkwürdige Gestalten. Doch dann findet sie endlich die passende WG: Die WG von Dirk, dem Computer-Nerd. Er ist natürlich absolut seltsam und so reihen sich skurrile, lustige und teilweise auch traurige Ereignisse aneinander. Rabbit erlebt viele peinliche Situationen und man fragt sich nicht nur einmal, wie viel Pech ein Mensch haben kann.

Im Zentrum stehen dabei Rabbits Liebeskummer, das Zusammenleben mit Dirk und der soziale Medien-Konsum. Letzteres bringt einen auch über den eigenen Konsum und das eigene Verhalten zum Nachdenken, was angesichts der humorvollen Schreibweise wirklich eine Glanzleistung ist. Der ganze Humor hinterlässt nicht allzu selten einen ernsten Nachgeschmack, der mich einige Tage zum Nachdenken angeregt hat.

Auch Rabbits Entwicklung von einer Verlassenen zur würdigen Mitbewohnerin von Dirk ist beachtlich. Die ganzen Peinlichkeiten gehen nicht spurlos an ihr vorbei und so oft wie ich lachen musste, so oft tat sie mir auch leid und ich wollte sie einfach in den Arm nehmen und drücken. Sie wirkt dank ihrer tollpatschigen Art sehr sympathisch.

Auch Dirk schließt man auf eine seltsame Weise ins Herz. Immer wieder überrascht er einen. Nicht selten zeigt er plötzlich, was für ein guter Kerl er ist und springt sogar das eine oder andere mal über seinen Schatten.

Natürlich kommen noch mehr Personen, so eben auch Paul. ich mochte ihn nicht und gegen Ende hat er sich sogar noch unbeliebter gemacht.

Die restlichen Personen kamen auch alle ziemlich überzeichnet, aber dadurch auch sehr lustig und kritisch rüber. Diese Überzeichnung passt wunderbar zur Geschichte, die genau damit punktet.

Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Rabbit in der ersten Person erzählt, weshalb man ihre Gefühle noch ein Stück besser verstehen kann und so häufig mit ihr mitfühlt.

Fazit:

Das Buch meistert auf eine humoristische Art und Weise die Brücke zwischen Realität und Übertreibung. Für mich war es einerseits ein Genuss, es zu lesen und andererseits hat es mich doch nicht nur einmal zum Nachdenken angeregt. Rabbit, Dirk und der Kater Rex mogeln sich auf ihre überraschende und liebenswerte Art einfach nur ins Herz. Ich hoffe sehr, dass nochmal so ein Buch entsteht, denn es ist wirklich gut gelungen.

Ich gebe dem Buch 10 von 10 Punkten.

Weitere Infos:

  • Verlag: Forever by Ullstein
  • Seiten: 297 Seiten (allerdings bisher nur als E-Book erhältlich)
  • ISBN: 978-3-95818-168-7
  • Preis: 2,99 €

Über die Autorin:

 

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Caroline Brinkmann

Caroline Brinkmann wurde 1987 im hohen Norden geboren, studierte in Göttingen Humanmedizin, ist heute als Ärztin tätig und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. Ihr erster Roman erschien 2014 und sie wurde von Lovelybooks-Lesern zur „Besten Debütautorin“ gewählt.
Caroline Brinkmann („Cari“) verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit mit dem Veranstalten von Schnecken-Rennen. Eine heikle Angelegenheit! Meistens liefen die Schnecken in die falsche Richtung oder schliefen auf halber Strecke ein. Schnecken auf der ganzen Welt können wieder aufatmen, denn Brinkmann hat seit einigen Jahren ein neues Hobby gefunden: Bücher!
Nun verbringt sie ihre Freizeit mit dem Schreiben von fantastischer und humorvollen Geschichten. Ob tollpatschige Elfen, sprechende Frösche, verrückte Superhelden oder nerdige Mitbewohner. Ihre Geschichten leben vor allem von einzigartigen Charakteren, die im Grunde jeder kennt.
Neben ihrer Autorentätigkeit, ist Brinkmann Gründerin des „Tintenfeder-Autorenportals“, welches junge Autoren über die Verlagsbranche aufklärt.

Quellen: Amazon und Verlag

Rezension: Saint Falls von Maria Engels und David Michel Rohlmann (Hrsg.)

Hallo ihr Lieben!

Heute rezensiere ich den Sammelband „Saint Falls“ von Maria Engels. Dieser erscheint am 28.04.2017.

Klappentext:

In Saint Falls hat das Verbrechen einen Namen: den des großen, bösen Wolfs.

Die Kriminalität hält die Stadt fest im Griff. Polizisten haben längere Finger als die, die sie hinter Gitter bringen, die legendären Straßenrennen von Hase und Igel fordern regelmäßig Tote und sogar Erstgeborene werden gegen eine arrangierte Hochzeit in die Oberschicht eingetauscht. Wolfs Syndikat thront über all dem. Seine dunkle Fee versorgt die Dealer mit dem besten Schnee von Miss H. und macht dabei auch vor Rose, der Tochter des Bürgermeisters, nicht halt. Währenddessen bezirzen die Prinzessinnen ihre Freier in Wolfs Stripclub, dem Happy End, unter ihnen ein ganz besonderes Mädchen mit einem roten Cape. Doch Wolf ist nicht der Einzige, der die Unterwelt sein Eigen nennen will: Beast gewinnt mehr und mehr an Einfluss. Als ein mächtiges Drachenei auftaucht, das sowohl Beast als auch Wolf in die Finger bekommen wollen, steht der Krieg zwischen den beiden Gangsterbossen unmittelbar bevor …

Cover:

Hach, was soll ich zum Cover nur sagen? Es sieht einfach nur toll aus! Ich liebe es! Und je länger ich es anschaue, desto mehr verliebe ich mich. Es zeigt so viel von Saint Falls ohne direkt zu spoilern, Die Trostlosigkeit, die Bedrohung, das Geheimnisvolle… All das erkenne ich im Cover. Wirklich gelungen!
Im Inneren ist es in meiner Ausgabe nicht weiter gestaltet, aber in der Schmuckausgabe finden sich wirklich tolle Fotos vor jedem Kapitel. Ich hab es vorsichtig durchgeblättert und war absolut begeistert. Die Schmuckausgabe gibt es übrigens später auf meinem Blog zu gewinnen. Was an ihr noch so besonders ist? Sie ist auf 200 Stück limitiert!

Meine Meinung:

Saint Falls ist ein Kurzgeschichtenroman von sechs verschiedenen und tollen Autoren. David Michel Rohlmann, Maria Engels, Jenny Wood, David Knospe, Jonas F. Rohlmann und Cat Lewis haben hier eine märchenhaft böse Welt geschaffen, die einen tief in die Unterwelt von Saint Falls blicken lässt. Mit Spannung und Dramatik können die einzelnen Kurzgeschichten punkten.

Dabei geht es in jeder Kurzgeschichte um eine andere Person. Manche Personen tauchen aber gegen Ende immer wieder und immer häufiger auf und alle Kurzgeschichten hängen zusammen. Man muss also von vorne lesen, um die späteren Geschichten verstehen zu können. Erzählt wird abwechselnd in der ersten Person oder in der dritten, jedes Mal anders. Und in jeder Kurzgeschichte gibt es einen anderen, kleinen Schwerpunkt. Nichtsdestotrotz ist das große Thema in allen gleich: Wolf und Beast führen Krieg um die Vorherrschaft in Saint Falls.

Besonders gefallen hat mir hierbei das Beleuchten der verschiedenen Perspektiven. Wir lernen jede Seite mal kennen, jeden Blickwinkel der wichtigen Personen, die übrigens in einem Register am Ende des Buches nochmal aufgezählt werden mit der Bezeichnung ihrer Tätigkeit (äußerst nützlich!). Und dabei schaffen es die Autoren, jedem Charakter eine Tiefe zu verleihen, die ich in manchen Büchern erfolglos gesucht habe. Jeder hat seine Geschichte und jeder ist irgendwie an das Schicksal von Saint Falls gekettet. Jeder wurde mir auf seine Art und Weise sympathisch. Die Gestaltung und die Entwicklung der Charaktere sind den Autoren also wirklich sehr gelungen.

Und auch der Spannungsbogen der Geschichte ist auf eine aufregende Art und Weise aufgebaut. Er wird gnadenlos angezogen und man hängt drin in der Streckbank der Ereignisse. Mit angehaltenem Atem habe ich die Geschehnisse verfolgt und hab die Augen vor Unglauben aufgerissen, wenn mal wieder eine vollkommen unerwartete Wendung passierte. Und glaubt mir, die Autoren haben es echt drauf, einen zu überraschen. Ich kann sonst schon 20 Seiten vorher sagen, auf was das Ganze hinsteuert, aber in Saint Falls hat es mich ganz oft kalt erwischt. Da sind Dinge passiert, mit denen ich nie gerechnet habe und die mich hinabgerissen haben in das Netz aus Intrigen, Lügen und Betrug. Gegen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mein Herz hat rasend schnell geklopft und ich wollte immer weiter lesen, um zu erfahren, was als Nächstes passiert.

Das Buch war dann leider auch viel zu schnell vorbei – wie eines der Straßenrennen von Igel und Hase. Nur ohne Todesopfer. Wobei man schon sagen kann, dass ich fast süchtig nach den Geschichten wurde wie die Junkys nach Miss H’s Schnee. Ich bin komplett in dieser Welt versunken und hänge selbst Tage nach dem Beenden des Buches mit dem Kopf immer noch in Saint Falls.

Fazit:

Aufregend, spannend, düster und sexy – so würde ich dieses Buch beschreiben und es wäre dennoch nicht genug. Es sind mitreißende Geschichten und ich kann es immer noch nicht glauben, was für eine grandios durchdachte Welt diese Autoren geschaffen haben. Ich vermisse jeden Charakter und habe mit Spannung den Krieg um die Vorherrschaft in Saint Falls verfolgt. Ich gebe diesem Buch also 10 von 10 Punkten.

Weitere Infos:

Über die Autoren:

David Michel Rohlmann

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Quelle: Amazon

David Michel Rohlmann, geboren 1989 in Rheine, ist das älteste von insgesamt drei Kindern. Er studiert derzeit Philosophie im Fach-Master, was sich zwar gelegentlich, jedoch nicht immer in seinen Werken niederschlägt. Die Geschichten aus seiner Feder müssen keine weltbewegenden Fragen wälzen, sollen aber immer unterhalten und die Phantasie anregen. Daher bevorzugt er meist das Fantasy-Genre in allen Varianten und Kombinationen.

Maria Engels

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Quelle: Amazon

Maria Engels wurde 1993 in Dresden geboren, selbständige Lektorin am Tag, Autorin in der Nacht – und zwischendurch Vollzeit-Nerd.
Inspiriert von der wunderbaren Welt der Fantasy-Romane hat sie angefangen, in diesem Genre zu schreiben. Mit ihren Figuren schnetzelt sie sich durch Zombiehorden, entdeckt die Welt des Steampunks, fliegt mit Engeln über den Dächern Venedigs oder ist Teil der Verbrechen in der Märchenstadt Saint Falls. Mit ihren Geschichten will sie den Leser immer wieder überraschen und zeigen, dass man nicht jedem Wort trauen kann.

Jenny Wood

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Quelle: Amazon

Jenny Wood lebt – seit sie 1985 geboren wurde – im schönen Ruhrgebiet. Ihr Heim teilt sie mit einem verrückten Schlagzeuger, einer Katze und jede Menge Büchern. Seitdem sie ein Teenager war, schlägt ihr Herz für Fantasy-Literatur. Da nie ein Brief aus Hogwarts kam und Drachentöter auch nicht mehr gebraucht werden, entschied sie sich nach einer längeren Findungsphase für den öffentlichen Dienst. Die Arbeit mit Menschen bereitet ihr große Freude und die Literatur ist der perfekte Ausgleich zur harten Realität.

David Knospe

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Quelle: Amazon

David Knospe, Baujahr 1984,lebt im beschaulichen Lüdenscheid und verdient sich sein täglich Brot als Informatiker. In seiner Freizeit fotografiert er mit Leidenschaft und Hingabe.
Seit einiger Zeit hat er seine Liebe zum Schreiben entdeckt und taucht mit Genuss in die abgedrehten Welten der Phantastik ein.

Jonas F. Rohlmann

Über ihn konnte ich leider nichts finden.

Cat Lewis

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Quelle: Amazon

Cat Lewis wurde 1990 im schönen Brandenburg geboren und ist ein typischer Wassermann. Sie lacht viel und gerne und es gibt für sie nichts Schöneres als die Literatur. Wenn Cat nicht gerade in spannende Fantasy Romance oder prickelnde Liebesromane eintaucht, schreibt sie selbst gerne Geschichten über die große Liebe oder stürzt sich in fantastische Welten. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Bibliotheksfee und Lektorin. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie in Frankfurt und ist den lieben langen Tag nur von Büchern umgeben.

Hat euch die Rezension vom Buch überzeugt? Dann holt es euch unbedingt! Oder noch besser: Nehmt am Gewinnspiel zur Schmuckausgabe auf meiner Facebook-Seite teil! Das Gewinnspiel wird ab 11:30 Uhr online sein. Allen Teilnehmern wünsche ich viel Glück!

Rezension: Splitterleben von Jenna Strack

Hallo ihr Lieben!

Heute rezensiere ich Splitterleben von Jenna Strack. Es erschien am 11. März 2017.

Klappentext:

Wenn ich mich an einen speziellen Moment erinnern soll, in dem mein bisheriges Leben einen Riss bekam und die ersten Splitter meine Wahrnehmung streiften, dann war es wohl der Abend, an dem ich nieste und hoffte, es wäre nichts Schlimmes. Doch irgendetwas in mir wusste es bereits: dass nichts mehr so sein würde wie zuvor. 

Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im Leben: jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas neues zusammenzusetzen.

Design:

Das Cover ist so wunderschön! Es hat einen unheimlich schönen Blauton und auch die Splitter passen perfekt zur Geschichte. Die junge Frau auf diesem Bild gibt die richtige Stimmung und Symbolik wider: Mia möchte frei sein, nicht mehr krank. Und für mich symbolisiert sie diesen Wunsch. Es passt einfach nur.
Auch im Inneren ist das Buch schön gestaltet. Immer wieder findet man einen Traumfänger, was sehr gut zur Geschichte passt. Vor allem der Krafttier-Kreis am Ende ist einfach schön anzusehen.

Meine Meinung:

Anfangs lernen wir Mia in ihrem „alten“ Leben kennen. Wir erfahren, wie viel sie trainiert, wie ehrgeizig sie ihren Träumen nachjagt und wie sie von ihrer Karriere und von einer Beziehung mit Tobi träumt. Doch dann wird sie mal wieder krank. Dennoch gewinnt sie eine Meisterschaft, wird dann aber zu einer Zwangspause gezwungen. Als es ihr immer schlechter geht, beginnt sie zu ahnen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. An dem Tag, an dem sie dann im Krankenhaus wegen Nierenversagen erwacht, sieht sie sich in all ihren Befürchtungen bestätigt und ihr Leben zerbricht zu einem Scherbenhaufen.

In diesem Buch wird der Leidensweg einer jungen Frau mit systemischen Lupus erythemathodes gezeigt: Die Diagnose, der Weg bis zur Akzeptanz der eigenen Krankheit und den zerbrechenden Freundschaften. Da alles in der Ich-Perspektive erzählt wird, kriegen wir die Emotionen direkt mit, ebenso wie Mias Gedanken.
Immer wieder möchte sie dagegen ankämpfen, möchte ihr altes Leben zurück. Doch es gibt kein Zurück und so muss sie lernen, sich mit der Müdigkeit und dem Wolf in ihrem Inneren abzufinden, nein, beides zu akzeptieren und als Teil von ihr zu sehen.

Mia selbst macht dabei die größte Entwicklung durch. Anfangs möchte sie um ihren Traum, eine Lauferkarriere zu starten, kämpfen. Sie schont sich selbst dabei gar nicht und ignoriert alle Proteste ihres Körpers – bis es zu spät ist. Auch dann noch wehrt sie sich und es dauert, bis sie die Situation akzeptieren kann. Sie kommt zu wichtigen Erkenntnissen über sich und die Leute in ihrem Umfeld und merkt, wem sie wirklich vertrauen kann.

Ihre Freunde hingegen akzeptieren ihre Erkrankung nicht. Sie denken, sie müsse nur genug kämpfen und dass sie bald wieder fit wird. Auf mich wirkten sie engstirnig, ignorant und nur an Mias Sporttalent interessant. Vor allem Tobi, Mias Schwarm und ein absolut vielversprechender Läufer, war einfach nur unsympathisch. Man merkt schnell, was seine wahre Intention ist. Auch Nele und Tessa sind nicht so unschuldig oder lieb, wie es immer den Anschein hat.

Generell hat Mia sehr mit ihrem Umfeld zu kämpfen. Keiner versteht, wie sie immer so müde sein kann, obwohl sie nichts tut. Es dauert, bis sie Akzeptanz durch andere findet.

Manche Personen, die Mia akzeptiert haben, habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen. Sie waren so herzlich und lieb.

Mir gefielen vor allem die Wendungen. Sie waren mitreißend und glaubhaft erzählt. Und die Emotionen kamen kein bisschen zu kurz. Bei vielem flossen die Tränen. Es ist ein Buch, das wirklich unter die Haut geht.

Fazit:

Dieses Buch schafft es, eine schwierige Thematik auf eine gefühlvolle und verständliche Art näher zu bringen. Es ist fast unmöglich nicht mit Mia und anderen Betroffenen mitzufühlen. Und ich hab nun gelernt, was es heißt, mit einer schweren Erkrankung leben zu müssen. Das Buch hat mich auch nach Tagen noch nicht losgelassen und ich denke oft über diese Krankheit oder die Betroffenen nach. Für mich war es also wirklich ein absolutes Highlight in diesem Jahr und ich bin Jenna Strack sehr dankbar, dass sie dieses Buch geschrieben hat! Ich gebe dem Buch also 10 von 10 Punkten.

Weitere Infos:

  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Seiten: 278 Seiten als Taschenbuch
  • ISBN:
    • ISBN-10: 154233778X
    • ISBN-13: 978-1542337786
  • Preis: 12,00 € als Taschenbuch

Über die Autorin:

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Die Autorin Jenna Strack – Quelle: http://www.jennastrack.de/about/

 

Ich schreibe, also bin ich – dieser Spruch trifft zu 100% auf mich zu. Ich schreibe schon seit vielen Jahren sowohl beruflich als auch privat. Nachdem ich mehrere Jahre einen erfolgreichen Blog auf- und ausgebaut habe, habe ich mich dazu entschlossen, meine Leidenschaft wieder in Richtung des gedruckten Buches zu lenken, denn hier fühle ich mich besonders heimisch. Ich liebe es, wenn Charaktere in meinen Gedanken zum Leben erwachen und mir ihre Geschichte erzählen wollen. Es kann schon mal passieren, dass ich an mehreren Geschichten gleichzeitig arbeite, weil ich mich voller Herzblut von einem Leben ins anderen stürzen möchte.

Neben dem Schreiben zählt vor allem mein Hund zu meinen großen Leidenschaften.

Jenna Strack wurde 1985 in Hannover geboren, wo sie seitdem lebt, arbeitet und schreibt. Neben ihrer Neuerscheinung „Nachtbeben“ ist auch ihre romantische Liebekomödie „The Social Netlove – Liebe ist niemals offline“ erhältlich.

Quelle: http://jennastrack.de/about/

Rezension: Im Schatten deines Herzens von Kerstin Arbogast

Heute rezensiere ich das Buch Im Schatten deines Herzens von Kerstin Arbogast. Es erschien im Drachenmond Verlag.

Klappentext:

„Meine Flucht war sinnlos. Bereits jetzt in diesem Moment gehörte ich dir.“Wenn aus Träumen Albträume emporwachsen, ein Jäger zum Gejagten und eine Gejagte selbst zur Jägerin wird, dann finden Märchen und Fabeln ihren Weg in die Wirklichkeit.
Um zum Star der elterlichen Pferdeshow zu werden, ist dem Stuntreiter Jarosch kein Preis zu hoch. Eine geheimnisvolle wie gefährliche Stute soll ihm zum erhofften Erfolg verhelfen – selbst wenn sie ihn seine Seele kostet.
Als Johanna Jarosch und seinem wilden Pferd begegnet, kann sie sich deren Faszination nicht lange verschließen. Doch kann sie die dunklen Schatten der beiden verscheuchen, ohne selbst davon verschlungen zu werden?

Design:

Das Cover ist ganz schön. Man erkennt ein junges Mädchen mit geschlossenen Augen, sowie ein weißes Pferd. Drum herum wurden weiße Blätter und zarte Blüten zur Verzierung platziert. Leider finde ich es aber nicht atemberaubend, sondern einfach nur okay. Es passt zur Geschichte, würde mich im Laden aber leider nicht anlocken.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Jaroschs Jagd nach der Stute, macht zwischendurch dann aber Sprünge in der Zeitspanne zur Zeit danach, was mich anfangs echt irritiert hat. Vor allem die Textpassagen der Stute haben mich verwirrt. Es wird zwar im Laufe erzählt, was weiterhin passiert ist, aber manchmal rückt das ein bisschen in den Hintergrund. Nach ein paar Seiten lernt man auch Johanna kennen, die mit ihrer Familie erst hergezogen ist und sich sofort mit den Nachbarn in ihrem Alter angefreundet hat. Sie ist begeisterte Reiterin und hat ihr Pony auf dem Talwiesenhof, auf dem auch Jarosch seine Stute unterbringt. So laufen sie sich immer wieder über den Weg. Da sie auch in die selben Kurse in der Schule gehen, kreuzen sich auch dort ihre Wege. So kommt es, wie es kommen muss: Jarosch vernachlässigt die Stute, da sie ihm nur Probleme bereitet. Johanna nimmt sich ihr an und säubert täglich ihre Box etc. So entwickelt sich ein gutes Verhältnis zwischen ihr und der Stute und auch das Verhältnis zu Jarosch wird besser. Jedoch kommen dann noch einige Schwierigkeiten auf die beiden zu.

Anfangs plätschert die Geschichte so ein wenig daher. Spannend wird es erst, als Jarosch Johanna ins Vertrauen zieht und ihr nach und nach Einzelheiten über die Jagd erzählt. Und auch die Vorfälle auf dem Talwiesenhof lassen die Spannung steigen. Das Finale hab ich dabei regelrecht verschlungen und auch das Ende war schön.

Leider hatte ich aber den Eindruck, dass es manchmal zu viele Konflikte gab, die dann doch in den Hintergrund gerückt und ein wenig vergessen wurden. Später wurden sie zwar wieder aufgegriffen, aber es war dennoch sehr viel, das im Argen lag, sodass man auch leicht den Überblick verloren hat.

Jarosch war mir dabei anfangs sehr unsympathisch. Er hat die Stute nicht gut behandelt und wirkte generell wenig vertrauenswürdig und sehr düster. Ich hatte keinen guten Eindruck von ihm. Das hat sich aber im Laufe der Geschichte gebessert. Er ist mir dann auch sehr ans Herz gewachsen. Dabei hat er auch eine beachtliche Entwicklung durchgemacht.

Johanna dagegen war von Anfang an sehr lieb und schüchtern. Sie ist eine typische Pferdeliebhaberin, total brav und bleibt im Grunde auch die ganze Geschichte über so. Ich fand es ein wenig schade, dass man von ihrer Vergangenheit gar nichts erfahren hat. Sie wirkte so auf mich leider sehr platt. Mehr Tiefe gewann sie leider auch im späteren Verlauf auch nicht dazu und ich konnte in ihrem Charakter auch keine Weiterentwicklung erkennen.

Die Freunde von Johanna lernen wir auch nur oberflächlich kennen. Gregor steht auf die Dorf-Schönheit Skye, die ihn aber nicht beachtet. Außerdem verbindet ihn irgendein Konflikt mit Jarosch, der sich bis knapp vor dem Ende durchzieht. Verena steht auf Gregors besten Freund Micha, die dann unzertrennlich sind, obwohl Micha wie ein taktloser Idiot wirkt. Das sind aber so die einzigen Punkte, die man über die Freunde erfährt.

Auch die Brüder von Jarosch werden nur oberflächlich dargestellt. Adam, der ältere Bruder, ist der Star der Pferdeshow und hat eine große Karriere vor sich. Matti hingegen ist das Nesthäkchen und sieht in seinen Brüdern seine Vorbilder.

Dafür spielen natürlich die Stute und die Pferde von Jarosch und Johanna eine große Rolle. Ich bin jetzt nicht so ein großer Pferdefan, aber sie wurden doch echt schön und toll beschrieben. Vor allem die geheimnisvolle Stute hatte etwas faszinierendes an sich. Sie wurde mir gegen Ende auch sympathischer, obwohl sie anfangs doch sehr düster und aggressiv war.

Die Geschichte war also für mich nicht unbedingt ein Highlight, aber dennoch sehr schön. Ich hab das Lesen mehr und mehr genossen.

Fazit:

Für Pferdeliebhaber dürfte das Buch sicher was sein. Aber auch Leute, die Liebesgeschichten mit einem Hauch Fantasy und Märchen mögen, dürften bei diesem Buch auf ihre Kosten kommen. So war es für mich okay. Die Abschnitte in der Sicht der Stute sind verwirrend. Dafür wird die Geschichte zum Ende hin immer spannender und alle Fragen wurden geklärt. An manchen Charakteren hat es meiner Meinung nach an Tiefe gefehlt, aber Jarosch war dafür am Ende sehr sympathisch. Ich gebe dem Buch also 6 von 10 Punkten.

Vielen Dank an Kerstin Arbogast für das Rezensionsexemplar und die Geschichte an sich!

Weitere Infos:

  • Seiten: 430 Seiten als Softcover
  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • ISBN: 978-3-95991-077-4 (Softcover)/ 978-3-95991-177-1 (E-Book)
  • Preis: 14,90 € als Softcover / 4,99 € als E-Book

Über die Autorin:

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Quelle: Drachenmond Verlag

Kerstin Arbogasts Liebe zu Jugend- und Fantasyliteratur entstand, zugegebenermaßen, mit einem Jungen, der im Sonnenlicht funkelt. Der Traum, eine eigene Geschichte auf Papier zu bannen, erwachte jedoch erst Jahre später.
Sie liebt Bücher mehr als Ebooks, Bücherregale mehr als Schuhregale, Fernsehserien mehr als Kinofilme, Schokoeis mehr als Brokkoli, Sonntage mehr als Montage, Land mehr als Stadt, Hunde mehr als Pferde – aber auch nur, weil ihre beiden Hütehunde bei dieser Entscheidung ein Wörtchen mitzureden hatten.

Quelle: Drachenmond Verlag