Rezension: Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf

Heute rezensiere ich das Buch Wasser, Wind und Weite von Katja Fiona Graf. Es erschien am 01. März 2016.

Klappentext:

„Papa, ich bin so weit gefahren, bis da kein Land mehr war und es fühlte sich noch immer nicht weit genug an.“

Lenas Welt gerät aus den Fugen, als sie entdeckt, dass Robert sie die ganze Zeit nur belogen hat. Sie flieht vor ihrem alten Leben auf eine kleine ostfriesische Insel und lernt Dierk kennen, ein Mann der irgendwie immer für alles eine Lösung hat, und Lenas Welt droht schon wieder Kopf zu stehen.
Soll sie wirklich alles stehen und liegen lassen und München für immer den Rücken kehren?
Ein Roman über die Wandlungen im Leben und die Veränderungen, die es manchmal braucht, um etwas Neues zu beginnen.

Design:

Das Cover zeigt einen Leuchtturm an einem Strand, im Hintergrund der strahlende Himmel und das glitzernde Meer. Es strahlt Ruhe und Glück aus und ich würde sehr gerne dort entlang spazieren, die Füße im Sand vergraben und dann von den Wellen umspülen lassen. Den Wind in den Haaren und die Freiheit spüren. Das Cover gefällt mir also richtig gut.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt damit, dass Lena am Strand liegt und daran denkt, weshalb sie so übereilt an die Nordsee gefahren. Während sie in einem Stadtcafé saß, hatte sie ihren Freund Robert beim Einkauf mit seiner hochschwangeren Frau beobachtet. Lena wusste nichts von seiner Ehe, hat daraufhin sofort Schluss gemacht und ist überstürzt abgereist. Doch genau das braucht sie – Abstand und Ruhe. Und während sie die Vorzüge der Insel genießt, lernt sie den charmanten Dierk kennen. Sie unternehmen viel und es kommt, wie es kommen muss – sie verlieben sich. Lang vergrabene Träume erwachen und Lena steht vor der Entscheidung, ob sie im schönen Norden bleiben oder zurück in das trostlose Bayern soll.

Anfangs hat mich Lena dabei etwas genervt. Klar, sie hat erst eine Trennung hinter sich. Aber ihre ständigen Selbstzweifel Dierk gegenüber gingen mir leider ein wenig auf die Nerven, da sie vollkommen unbegründet waren. Dierk hatte ihr keinerlei Grund für diese Selbstzweifel gegen, sondern von Anfang an ziemlich deutlich gemacht, dass er sie toll findet. Das war für mich also leider ein kleiner Dämpfer.
Nichts desto trotz hat sie sich bald von diesen Zweifeln verabschiedet und ab da hat mir die Geschichte auch richtig gut gefallen. Das Lesen von Lenas Geschichte in der dritten Person war wie Urlaub. Ich hab mich als Teil von der Geschichte gefühlt und die Reise in den Norden sehr genossen. Auch die Idee, weshalb Lena vor der erwähnten Entscheidung stehen soll, hat mir richtig gut gefallen.

Richtige Wendungen gab es dabei keine, aber das tat der Geschichte auch keinen Abbruch. Die Geschichte ist spannend und erholsam – und kommt so ganz ohne Dramatik aus. Es war erfrischend, so eine undramatische Geschichte zu lesen.

Dabei hat mir Lenas Entwicklung gut gefallen. Von dem zweifelnden Mädchen mit dem gebrochenen Herzen wurde nur kurz darauf eine lebenslustige junge Frau, die ihre Träume von früher wieder ausgräbt und sie endlich lebt. Es macht Mut, einfach mal etwas zu wagen. Lena ist dabei ein großes Vorbild.

Dierk steht ihr dabei die gesamte Zeit an der Seite und mit ihm auch seine ganze Familie. Es herrscht ein schöner Zusammenhalt zwischen den Geschwistern und der Mutter sowie der Tante. Da kann man auch über die hohen Alkoholkonsum hinwegsehen, hihi. Da übertreibe ich aber auch nicht. Zu jeder Gelegenheit wurde der Schnaps oder Sekt herausgeholt, was mir ein Lächeln ins Gesicht gelockt hat. Vor allem die Trinksprüche von Simon haben mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

Dierks Familie ist mir dabei aber auch sehr ans Herz gewachsen. Die Mutter und die Tante waren so warmherzig und die Geschwister so sympathisch, dass ich mir beinahe gewünscht habe, auch dort zu sein und etwas von der Gastfreundschaft, Liebe und Freundlichkeit abzubekommen. Es hinterließ ein warmes Gefühl beim Lesen, ist also super gelungen. Aber auch die Gefühle zwischen Lena und Dierk wurden auf eine sehr lebendige und schöne Art geschildert, sodass sie an Tiefe gewonnen haben.

Fazit:

So wie Lena ihr Glück auf der Insel gefunden hat, habe ich ein Buch entdeckt, das mir beim Lesen immer mehr ans Herz wuchs. Katja Fiona Graf erzählt malerisch und lebendig und schildert die Stimmungen und Gefühle passend. Das Buch hat in mir den tiefen Wunsch geweckt, die Insel ebenfalls mal zu besuchen und mich einfach zu entspannen. Es war fast wie Urlaub beim Lesen, trotz der kurzen, störenden Zweifel von Lena Dierk gegenüber. Somit bekommt das Buch von mir 9 von 10 Punkte.

Ich danke Katja Fiona Graf für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weitere Infos:

Über die Autorin:

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„Mit dem Schreiben habe ich 1999 in England begonnen. Den Anfang machte ich mit einer Autobiografie, wechselte aber sehr schnell zu Romanen und konnte 2015, mit „Wasser, Wind und Weite“, meinen ersten Roman veröffentlichen.
2016 folgte meine erster Krimi „Blättergrab“. In meinem Schreibtisch warten rund 20 weitere Geschichten darauf, zum Buch zu werden. Und ich freu mich schon sehr darauf Sie Ihnen erzählen zu dürfen.“

Zitat- und Bildquelle: Amazon-Autorenseite

 

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