Rezension: Das Licht deiner Ewigkeit von Nicole Fibel

Heute rezensiere ich das Buch Das Licht deiner Ewigkeit von Nicole Fibel. Es erschien am 15. November 2015 beim Masou-Verlag.

Klappentext:

Ausgerechnet an ihrem zehnjährigen Beziehungsjubiläum, an dem Julie Sander auf einen Heiratsantrag hofft, trennt sich ihr langjähriger Freund Rolf von ihr. Die sonst so starke Julie erleidet einen Zusammenbruch und beschließt in Folge der Ereignisse, ein völlig neues Leben zu beginnen. Sie zieht von der lärmenden, mit Stress behafteten Großstadt Hallerfurt in die Stille eines abgeschiedenen Häuschens am Waldrand im idyllischen Gebirgsdorf Freudthal.Auf dem Speicher findet Julie Schriften, die aus der Feder der alten Frau Amelie Wagner stammen, die vor Julie ihr Leben hier verbracht hat. Die Briefe sind voll überwallender Mutterliebe an Amelies Sohn Emil gerichtet, von dessen Existenz im Dörfchen Freudthal, wo jeder jeden kennt, allerdings niemand etwas zu wissen scheint. Amelies Weisheiten ziehen Julie völlig in ihren Bann und verändern ihr Leben auf magische Weise. Es verschmilzt mit dem von Amelie Wagner und Julie beginnt den wahren Ursprung eines glücklichen Daseins zu begreifen. Sie  entdeckt  längst begrabene Träume wieder und verschenkt abermals ihr Herz. Doch ihre frisch aufkeimende Liebe nimmt eine dramatische Wendung, denn ihr Traummann trägt verborgene Geheimnisse mit sich.Außerdem begibt sich Julie auf die Suche nach Emil, um herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Dieser verschlungene Pfad verbirgt dunkle wie auch wundersame Überraschungen, die Julie ans Tageslicht bringt.

Design:

Das Cover wirkt zwar nicht so künstlerisch wie die Cover meiner anderen Bücher, aber es gefällt mir dennoch recht gut. Durch die Natur wirkt es sehr friedlich und der Stuhl strahlt eine einladende Gemütlichkeit aus. Was das auf dem Stuhl sein soll, kann ich leider nicht erkennen. Und mir fehlt da leider ein wenig der Bezug des Motivs zur Geschichte. Dennoch wirkt es entspannend und ruhig.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Julies Vorbereitungen für das zehnjährige Jubiläum mit ihrem Freund Rolf. Ein ungutes Gefühl begleitet sie den gesamten Tag, während sie Essen kocht und sich schick anzieht. Als dann ihr Freund nervös heimkommt, kommt es zu einer unvorhergesehenen Trennung statt dem erhofften Heiratsantrag. Rolf hat sie seit Wochen betrogen mit einer seiner Tanzschülerinnen. Julie bricht zusammen und zieht danach in das Wochenendhäuschen, das ihr Rolf als Rückzugsort vor einigen Monaten geschenkt hat.
Dort findet sie die Briefe von Amelie und baut sich ein komplett neues Leben auf. Das Dorfleben und die Briefe helfen ihr, ihr Leben vollkommen neu auszurichten, verloren gegangene Träume wieder zu entdecken und zu leben und das Glück in ihr selbst zu finden. Auch findet sie neue Freunde, eine neue Liebe und muss ein paar Schicksalschläge einstecken. Dabei begleitet sie aber immer eine Frage: Warum weiß niemand von Emil? Was ist mit ihm passiert?

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, aber dennoch aus Julies Sicht. Man weiß also immer, was sie denkt und fühlt. Die Identifizierung mit der Protagonistin erfolgt so nicht komplett. Es bleibt immer eine gewisse Distanz bestehen, die aber meiner Meinung nach nicht stört. Man sieht die Dinge zwar nicht aus Julies Augen, schaut ihr aber durchgehend über die Schulter.

Die Schicksalsschläge, die Julie während der Geschichte erleben muss, nehmen einen trotzdem mit. Man möchte sie jedes Mal in den Arm nehmen, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht und kann Julie dann aber nur bewundern, mit welcher Stärke und Gelassenheit sie alles durchsteht. Und Wendungen gibt es nicht gerade wenig. Vieles trifft einen völlig unvorbereitet – wie im wahren Leben eben. Julie aber zeigt, wie man aus allem das Beste macht und seine Kraft und Energie gut investiert.

Dabei zeigt sie auch eine wirklich wundervolle Entwicklung. Anfangs ist sie dauernd gestresst und hat nie Zeit für irgendwas. Dann setzt ihr die Trennung zu. Doch diese Phase dauert nicht lange. Die Einsamkeit in ihrer Hütte und das entspannte Dorfleben, sowie ihr neues Job lassen Julie richtig aufblühen. Die Briefe geben ihr den nötigen Schubser, um in die richtige Richtung zu gehen und so macht sie eine wirklich tolle und schöne Entwicklung durch, die auch mich berührt und mitgerissen hat. Fast wünschte ich mir, ebenfalls dort zu wohnen und ihr Leben zu leben. Julie hat gelernt, was es heißt, sich selbst zu lieben und jeden Augenblick in vollen Zügen zu genießen.

Die Entwicklungen von Nebenpersonen sind dabei nicht wichtig. Sie bleiben eher im Hintergrund, da Julies Entwicklung genug Platz einnimmt. Dennoch bleiben sie nicht oberflächlich, sondern kriegen durch Infos über ihre Vergangenheit und Gefühlswelt eine schöne Tiefe. Jeder ist dabei auf seine eigene Art und Weise sympathisch. Manche Personen erregen auch mein Mitgefühl, wie zum Beispiel Reiter Toni. Und manche Geschichten hinter den Fassaden berühren einen ebenso wie Julies Geschichte.

Fazit:

Das Buch hat mich tief berührt und mir gezeigt, wie schön das Leben trotz der vielen Steine und Hindernisse sein kann und dass ein Abschied manchmal auch ein besserer Neustart sein kann. Das Buch gibt Hoffnung und nimmt die Angst vor der Zukunft. Es zeigt mir, dass man vieles mit Geduld und Liebe erreichen kann und sich von anderen nichts verderben lassen muss. Es hat sich toll angefühlt, es zu lesen und ich freue mich riesig, dass ich es lesen durfte. Dafür gibt es von mir 9 von 10 Punkte.

Weitere Infos:

  • Verlag:  Masou-Verlag
  • Seiten: 490 Seiten
  • ISBN: 978-3-944648-41-5
  • Preis: 2,99€ als E-Book

Über die Autorin:

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Nicole Fibel

Nicole Fibel wurde 1978 als erstes von drei Kindern im schönen Hausruckviertel (Oberösterreich) geboren. Sie wuchs in der Nähe von Grieskirchen auf, wo sie auch heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt.
Schon als Kind zog sie die zauberhafte Welt des Lesens und Schreibens in ihren Bann. Ihrer ungebändigten Fantasie entsprangen zahlreiche Märchen, die sie mit Tinte auf Papier verewigte.
Der Sommer 2007 inspirierte die gelernte Bürokauffrau und Dipl. Energetikerin erneut, durch das magische Tor der selbst verfassten Geschichten zu schreiten. Ihre daraus entstandenen Werke aus Kurzgeschichten und Gedichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht.
„Das Licht Deiner Ewigkeit“ ist Fibels erster Roman. Ihre größte Motivation als Schriftstellerin liegt darin, die Herzen der Menschen für die vielen großen und kleinen Wunder zu öffnen.

Quelle für Bild und Text: Masou-Verlag

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