Rezension: Ewig und ein Sommer von Kerstin Arbogast

Heute rezensiere ich das Buch Ewig und ein Sommer von Kerstin Arbogast, die mir freundlicherweise ein E-Book als Rezensionsexemplar zukommen ließ. Vielen Dank nochmal! Ich hatte großen Spaß beim Lesen!

Klappentext:

Sophie glaubt an einen Fluch, der ihr die erste Liebe verwehrt.
Obwohl sie kein Wort versteht, sieht sie sich mit ihrer Oma ständig brasilianische Telenovelas im Fernsehen an.
Ihren Rauhaardackel Whiskey liebt sie über alles, hasst aber Katzen und Ponys, dennoch würde sie am liebsten mit dem Zirkus durchbrennen.
Weihnachten feiert Sophie im Hochsommer, und auch noch mit achtzehn klettert sie auf Spieltürme hinauf.
Sie bringt die Menschen um sich herum am liebsten auf die Palme, aber am besten: zum Lachen und aus sich heraus.
Genauso wie Konrad, der sich von ihrer Verrücktheit und ihrem Nichtangepasstsein beeindrucken und anstecken lässt.
Weil sie ihn aus seinem Schneckenhaus herauslockt.
Weil sie ihn in ihre eigene Welt zieht.
Weil er dann seine verkorkste Familie vergessen kann.
Weil er sich neben Sophie so schrecklich normal fühlen kann – und gleichzeitig so herrlich verrückt.
Oder ist es ihm letztendlich doch wichtiger, was die anderen von ihm denken?

Design:

Das Cover ist sehr gelungen. Die Kreisformen bringen eine gewisse Spannung rein und die warmen Farben auf dem weißen Hintergrund wirken einfach schön sommerlich. Die Bilder der Verliebten passen ganz gut zur Geschichte. Ein gelungenes Cover!

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt in der Schule von Sophie und Konrad. Zuerst lernen wir die verrückte und lustige Sophie kennen, die mit Konrad eingeteilt wurde, den Waffelstand auf dem Schulfest zu schmeißen. Sie ist nicht unbedingt die Hilfsbereiteste, nimmt sich der Aufgabe aber trotzdem an. Da Konrad oft krank ist, muss Sophie ihn ein wenig aus seinem Schneckenhaus locken und klingelt daher sogar bei ihm zuhause. Er verheimlicht etwas, das ist Sophie gleich klar. Und da sich die beiden immer mehr verstehen, möchte sie natürlich herausfinden, warum er dauernd krank ist und was er sonst noch so verheimlicht.

Immer wieder stoßen die beiden aufeinander und unternehmen im Sommer dann sogar sehr viel. Beiden gefällt es. Doch irgendwann kommen Konrads alte Freunde und die mögen Sophie gar nicht… Dabei gibt es mehrere Konflikte, die wirklich toll ausgearbeitet, realistisch und mitreißend sind.

Vieles, was sowohl Konrad als auch Sophie durchmachen müssen, habe ich selbst am eigenen Leib erfahren und konnte daher bei sehr vielen Dingen richtig mitfühlen. Ich hab mich in Beiden wiedererkannt.

Konrad war mir dabei schneller sympathisch als Sophie. Er hat sich immer schnell mitreißen lassen und man hat gemerkt, wie sehr ihn ihre Welt fasziniert und er die gemeinsame Zeit letztendlich genießt. Auch bei Sophie merkte man, dass der Kontakt gut tat, allerdings ist sie wesentlich selbstständiger als Konrad. Er knickt immer wieder ein, verfällt in alte Muster oder kümmert sich um das Gerede der anderen. Sophie blamiert sich sogar absichtlich, weil sie zeigen möchte, dass sie im Grunde niemanden braucht.

Mir hat es sehr gefallen, wie Sophie Konrad immer mehr ins Leben zurückgeführt hat. Ich fand ihn allerdings manchmal echt undankbar. Dennoch war er auch in schweren Zeiten für sie da.

Das Ende hat mich hierbei besonders berührt. Durch die Stilbrüche in der Erzählung, die sonst abwechselnd aus der Sicht von Sophie und Konrad erzählt wird, hat die Geschichte nochmals an Gefühl und Dramatik zugenommen. Und auf der letzten Seite kamen dann auch die Tränen, denn dort fand erneut ein richtig großer Stilbruch statt. Durch diese Erzählung traf mich das Ende einfach mitten ins Herz.

Die Geschichte hat mich also wirklich berührt. Allerdings habe ich ja bereits ein paar Kritikpunkte angedeutet. So waren mir zum Beispiel zu viel Geschwafel und Beschreibungen vor Szenen, in denen die beiden sich endlich näher kamen. Das hat sich für mich dann sehr langgezogen angefühlt und die Stimmung ein klein wenig kaputt gemacht. Ein wenig kürzere Textstellen hätten mir da schon sehr gefallen. Klar, manchmal waren beide nervös. Aber ich saß manchmal schon dran und bin durch die ganzen Gespräche und Beschreibungen ein wenig verloren gegangen. Manchmal las ich es und wusste nicht mehr, um was es nun geht. Sehr schade.

Fazit:

Abschließend kann ich dennoch sagen, dass es eine schön sommerlich leichte Lektüre ist. Ich hatte dabei richtige Sommergefühle und hab viel mit Konrad und Sophie gelacht. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich bedanke mich also bei Kerstin Arbogast für dieses tolle Rezensionsexemplar und freue mich schon drauf, ihr anderes Buch auch bald zu lesen und zu rezensieren!
Ich gebe dem Buch Ewig und ein Sommer 8 von 10 Punkten.

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seiten: ca. 430 Seiten als Softcover
  • ISBN: 978-3-95991-117-7
  • Preis: Softcover: 14,90€; E-Book: 4,99€

Über die Autorin:

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Quelle: Drachenmond Verlag

Kerstin Arbogasts Liebe zu Jugend- und Fantasyliteratur entstand, zugegebenermaßen, mit einem Jungen, der im Sonnenlicht funkelt. Der Traum, eine eigene Geschichte auf Papier zu bannen, erwachte jedoch erst Jahre später.
Sie liebt Bücher mehr als Ebooks, Bücherregale mehr als Schuhregale, Fernsehserien mehr als Kinofilme, Schokoeis mehr als Brokkoli, Sonntage mehr als Montage, Land mehr als Stadt, Hunde mehr als Pferde – aber auch nur, weil ihre beiden Hütehunde bei dieser Entscheidung ein Wörtchen mitzureden hatten.

Quelle: Drachenmond Verlag

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