Rezension: Snow Heart – Das Flüstern der Kälte von Olivia Mikula

Heute kommt endlich die schon lange angekündigte Rezension zu Snow Heart – Das Flüstern der Kälte von Olivia Mikula! Durch Prüfung und Zelda-Release hat sich das leider etwas gezogen, aber nun hatte ich mal eine ruhige Minute, um dem Buch die gewünschte Aufmerksamkeit zu schenken. 🙂

Klappentext:

Zwei wie Schnee und Feuer!
Caspara steht kurz vor ihrem Studienabschluss und bestreitet ihr Leben wie jede andere junge Frau bis auf einen Unterschied: Sie ist die Wiedergeburt einer Schneefrau. Jedoch führen die Eiskräfte auch unweigerlich zu ihrem Tod. Aus diesem Grund setzt sie ihre Fähigkeiten nur selten ein. Das ändert sich, als sie Wyatt kennenlernt. Mit ihm tauchen Wesen auf, die Casparas Macht erlangen wollen. Dringend braucht sie einen Plan, um ihre Feinde zu vernichten, ohne ihr Leben dabei zu verlieren.
Doch lohnt es sich tatsächlich, für Wyatt zu sterben?

Design:

Das Cover… hach, typisch für einen Drachenmond-Titel ist es mal wieder wunderschön. Zu sehen ist ein im Buch erwähntes Herz eines Schneefrau. Was es damit auf sich hat, müsst ihr zwar selbst nachlesen, aber die Stimmung aus dem eisigen Blau und dem goldenen Herzen spiegelt wundervoll die Stimmung des Buches wider. Gestaltet wurde es vom Cover-Gott himself, Alexander Kopainski. Als Mediengestalterin ziehe ich jedes Mal den Hut vor seinen Covern und als Coverlover streichle ich immer liebevoll über den Einband, während ich all die Details in mir aufsauge.
Aber auch im Inneren ist es einfach wunderschön. Jede Seite ist von einer zauberhaften Illustration eingerahmt. Auf der Kopfzeile erkennt man ein vierblättriges Kleeblatt, ebenfalls ein wichtiger Teil der Geschichte. Doch auch diesen Teil solltet ihr besser selbst entdecken. Ich bin auf jeden Fall schon optisch total verliebt gewesen. Es sieht einfach nur toll aus!

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in das Erwachen der Nekromanten. Die Stimmung ist düster und man wird sofort neugierig auf diese bösen Wesen. Ein unbekannter Mann ist ebenfalls dort, den man allerdings schnell wieder vergisst – bis er später ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.
Direkt danach beginnt auch schon die Geschichte der Protagonistin. Sie hat mal wieder einen ihrer regelmäßigen Anfälle, in denen Magie aus ihr heraus bricht und sie ohnmächtig wird. Ihre Großmutter schätzt es nicht, wenn sie diese Anfälle für sich behält, doch Caspara verrät nichts. Als dann auch noch ein rätselhaftes Schneegesicht auftaucht und sie durchgehend warnt, hat sie vollends das Gefühl, durchzudrehen. Das führt so weit, dass sie nicht weiß, wem sie noch vertrauen kann und wem nicht. Immer weiter spitzt sich die Lage zu und immer häufiger muss Caspara sich fragen, ob sie das alles ohne Einsatz ihrer Kräfte schafft.
Die Handlung beginnt harmlos und nimmt nach und nach immer mehr an Fahrt an. Am Ende von Teil 1 des Buches ebbt die Spannung etwas ab, Teil 2 setzt aber direkt wieder daran an und steigert die Spannung dann sogar noch. Das ganze Buch ist in der Ich-Perspektive gehalten, wodurch die Einblicke in Casparas Gefühls- und Gedankenwelt nachvollziehbar sind. Sie wuchs mir persönlich sehr ans Herz, denn der Erzählstil ist einfach locker und das Buch sehr humorvoll. Die einzelnen Passagen, in denen es um die Bösen geht, sind allerdings in der dritten Person verfasst, schüren die Spannung und Neugierde auf die restliche Handlung nur weiter an. Außerdem wird der Leser nicht nur einmal durch diese Häppchen auf die falsche Fährte geführt. Immer wieder fragt man sich, was denn nun wirklich passiert ist und was die Wahrheit ist und nicht nur einmal musste man die Erwartungen zum Ende ändern. Doch dabei passieren so viele lustige, gefühlvolle und spannende Szenen, dass einem das nichts ausmacht.
Nicht nur eine Wendung hat mich sprachlos zurückgelassen. Immer wieder kommen Dinge in diesem Buch ans Licht, die mich immer sprachlos werden ließen. Es ist wirklich ein Erlebnis und gut ausgearbeitet! Allerdings haben mich manche Sprünge von friedlich zu actionreich manchmal etwas überfordert, sodass ich erstmal kurz innehalten musste, um das Gelesene zu verarbeiten und die Information zu verstehen.
Viele Szenen sind auch sehr makaber, aber ich persönlich mag das. Romantik ist in diesem Falle nicht so stark vorhanden. Der Roman hat zwar seine gefühlvollen Seiten, aber es ist kein Romantasy in meinen Augen.

Besonders überrascht war ich dabei von Caspara. Man lernt sie als schlagfertige, knallharte und coole junge Frau kennen, die schon ihr ganzes Leben lang mit der Gewissheit lebt, durch ihre Magie zu sterben. Aufgrund dessen hat sie eine Wand aus Eis um ihr Herz gebaut und sich eine Leck-mich-am-Arsch-Einstellung angeeignet. Sie hat kaum so etwas wie ein Gewissen. Einzig ihre Großmutter bedeutet ihr sehr viel, da diese sie aufgezogen hat. Sie ist ihre beste Freundin und Vertrauensperson. Doch auch Wyatt, der neue Student in ihrem Kurs, schleicht sich langsam in ihr Herz. So vollzieht sie eine subtile, aber dennoch merkliche und tolle Entwicklung.

Auch Wyatt ist ein sehr sympathischer und netter junger Mann. Er ist nicht ganz so skrupellos wie Caspara, wertet das Ganze aber mit witzigen Buch- und Serien-Nerd-Zitaten wieder auf. Schnell wächst er einem ans Herz und die beiden werden ein tolles Team. Gemeinsam bestreiten sie das Abenteuer und erfahren so auch das ein oder andere Geheimnis über Wyatt. Meiner Meinung nach ist er die perfekte Ergänzung zu Caspara.

Über die Nekromanten erfährt man immer wieder etwas. Allerdings erinnerten sie mich anhand der Beschreibung ein wenig an Dementoren aus Harry Potter. Sie sind von Anfang an unsympathisch und durch die Details in der Geschichte ihrer Verbannung hat man die gesamte Zeit einen gewissen Respekt. Ihr Bemühen, an Caspara heranzukommen, ist wirklich einfallsreich.

Viele der Nebenpersonen wecken Sympathien und Antipathien. Da gibt es natürlich Casparas Großmutter oder die komische Naoko. Manche kann man nicht so recht einordnen und man überdenkt das ein oder andere Mal auch seine Meinung über die Personen, aber dennoch sind die Darstellungen dieser Person sehr gut gelungen.

Fazit:

Das Buch hat mich unterhalten, ein bisschen auch getroffen und immer wieder ungläubig staunend zurückgelassen. Die Spannung hat dafür gesorgt, dass ich es kaum weglegen konnte und immer wieder weiter lesen musste. Die Charaktere wuchsen mir ans Herz und das Design hat mich absolut überzeugt. Also alles in allem ein tolles Buch! Ich gebe dem Buch 9,5 von 10 Punkten und ziehe nur für die sprunghaften Übergänge ein bisschen was ab.

Weitere Infos:

  • Verlag: Drachenmond Verlag
  • Seiten: 288 als Softcover
  • ISBN: 978-3-95991-110-8
  • Preis: 12,90 €

Über den Autor:

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Quelle: Facebook

Olivia Mikula ist das Pseudonym von Andreas Dutter.

BESTER DEUTSCHSPRACHIGER DEBÜTAUTOR 2015

Ich bin 1992 in Österreich geboren und hier habe ich auch meine Leidenschaft entdeckt: Das Schreiben und Lesen von Büchern.

An der Handelsakademie Wiener Neustadt habe ich mein Abitur absolviert und an der Universität Wien Kultur- und Sozialanthropologie studiert.

Nebenbei arbeite ich natürlich an meinen Büchern, versuche euch den Nervenkitzel der Bücher näher zu bringen (als brividolibro) und bin als Online-Promoter tätig.

Als OLIVIA MIKULA veröffentliche ich Liebesromane – New Adult.

Quelle: Homepage

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